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Köln-Deutz.Rheinpark. — Links von der Festwiese das „Niederrheinische Dorf". Vgl. Bild S. 96—101. — Rechts obenvon der Festwiese das Teehaus von Wilhelm Kreis. Vgl. Bild S. 102. — Links von der Brücke die Ausstellungs-hallen von Adolf Abel. Vgl. Bild S. 146, 147. — Rechts von der Brücke das Rheinische Museum
Vgl. Bild S. 143—145.
bauten, Hauptbau und Treppenhaus — redet das uniformierte Fenster nicht un-wesentlich mit. Bonatz hat aber noch ein weiteres Mittel, seinem Hauptbau Be-deutung zu geben durch die vertikal aufsteigende, durch nichts unterbrocheneWandgliederung, die durch gleichfalls vertikale Zwischenglieder das Horizontalbandder Fenster nicht zur Geltung kommen läßt, vielmehr die einzelnen Fensterrecht-ecke isoliert, mitfortreißend in ihren Bann zwingt. Gotik, sagt man. DummesZeug, so etwas zu sagen! Es sind nur verwandte Voraussetzungen, die oft mittel-alterliche Monumentalbauten in enggestellter Nachbarschaft haben, und daß Bonatzaus dem Kontrast der breitgelagerten Baumassen zu dem konzentrierten Auftriebdes Hauptbaus sich eine unwiderstehliche Wirkung verschafft.
Adolf Abel, Bonatz' langjähriger Mitarbeiter, wurde als Baudirektor nachKöln berufen, wo er, außer dem Hauptgebäude für das Stadion, das rechte Rhein-ufer zu bebauen hatte. Eine breit aufgefaßte Aufgabe, denn zu den Ausstellungs-hallen der „Pressa" kamen noch der Umbau der ehemaligen Kürassierkaserne alszukünftiges „Rheinisches Museum", das Rheinrestaurant, der auf der Pressa-ausstellung „Staatenhaus" genannte Bau und schließlich der verbindende Gesamt-plan als Ausgang der ganzen Gestaltung. Die Bebauung des rechten Rheinufershat in der Tagespresse große Kritik erfahren, weniger in Architektenkreisen. Manwird indes der Anlage nicht gerecht, wenn man so argumentiert: der hohe Eckturm,siehe Rathaus in Stockholm; die vertikale Gliederung der Fassaden, siehe Bonatzund Gotik; dann die klassizistische Kürassierkaserne von 1820, die im Umbau imgroßen und ganzen ihre alten, schönen Verhältnisse behalten hat, auszuspielen gegendie Neubauten; und schließlich die Behauptung, der ganzen Bebauung des Geländesfehle der Zusammenhang. Die wunden Stellen einer so groß gefaßten Anlage liegenan ganz anderen Punkten, und das wird keiner besser wissen, als der Baumeisterselbst. Doch die übliche Zeitungskritik besteht zu Unrecht. Man gehe doch einmal