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eingefaßt, absichtlich wenig gegliedert, weil über ihnen aufsteigt die glatte Back-steinfläche, in die die Fensterrahmen nur gering vertieft einschneiden. Die hellen,geschossetrennenden, horizontalen Betonstreifen liegen wie bei alten niederrheini-schen Backsteinbauten ebenfalls in der Wandebene. Das Hauptgesims der sechs-geschossigen Seitenflügel setzt sich um das eigentliche Hochhaus fort, das dannnoch sieben weitere Geschosse in die Luft hinein hochführt. Einziger Schmuck derTurmflächen nach dem Hindenburgwall eine zwei Fenster einrahmende Uhr,Dann hoch oben um ein Wasserbassin für Feuersgefahr ein hohes Stirnband, dasdas Motiv des gemeinsamen Hauptgesimses der Flügelbauten variiert, lockert, diegeschlossenen Formen reizvoll durchbricht und das den Höhenverhältnissen ent-sprechend maßstäblich höher angelegt worden ist. Ein weitere Belebung des Turm-körpers liegt in seiner kreuzförmigen Grundrißanordnung. An den Ecken also statteiner aufsteigenden Kante ihrer drei. Das verstärkt den Eindruck des Auftriebs.Von der Rückseite gesehen, dem Platzrest, bekommt die kreuzförmige Gestaltungauch formalen Zusammenhang mit den niedrigeren Seitenbauten, die der Turmaussendet (Bild S. 119). Das Kölner Hochhaus ist dem gegenüber viel schlichter,breite, terrassenförmig abgestufte Baukörper, die sich um den Turm gruppieren(Bild S. 117).
Dann 1925 in Düsseldorf Kreis' sog. Dauerbauten der „Gesolei", in neunMonaten entworfen und ausgeführt, Planetarium, Reichswirtschaftsmuseum, Kunst-museum und die Gaststätte der Rheinterrasse (Bild S. 118 u. ^Off.) 1 . Über die An-lage ist viel debattiert worden, viel verketzert und ebensoviel in den Himmel gelobt,was immer eine Anerkennung für ein Kunstwerk ist. Wie sagt doch Oskar Wildeim Vorwort zu seinem „Dorian Grays Bildnis"? „Meinungsverschiedenheit über
1 Ausführliche Würdigung der Dauerbauten der Gesolei von Max Osborn in „DokumentDeutscher Kunst Düsseldorf 1926" (Verlag L. Schwann, Düsseldorf 1927), S. 65—87.
Die Dauerbauten der „Gesolei". Links oben die Rheinterrasse; vgl. Bild S. 128—131. — Rechts der Ehrenhof;vgl. Bild S. 124, 125. Erbaut 1925. Architekt Wilhelm Kreis.