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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
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Oberhausen Gutehoffnungshütte.

Bürohaus. Erbaut 1925. Architekt Peter Behrens. Links das Lagerhaus. Vgl. Bild S. 112.

Hansastädte vorbildliche Dinge sah, ist das schon Romantik? Ich finde, daßBehrens seinen Nutzbau in Oberhausen vielmehr mit Romantik durchtränkt hat.Denkmäler wehrhafter monumentaler Nutzbauten des Mittelalters erstehen vorunseren Augen, schmucklos, wie das Lagerhaus in Oberhausen. Es sind die künst-lerischen Elemente des Gestaltens und Gliederns, dieses persönliche und nichtverstandesmäßig zu errechnende, dieses letzten Endes auch nicht zu beschrei-bende, was so stark zu unserer Seele spricht und uns das Bauwerk aus der Sphäredes reinen Nutzbaus in eine romantische Stimmung erhebt, ohne an Sachlichkeiteinzubüßen. Schlichte Backsteinwände, die Fenster bündig. Zwei Turmkörper,Treppenhaus und Fahrstuhl für schwere Lasten, durchschneiden vertikal diehorizontalen Fensterfolgen. Dann beginnt im vierten Obergeschoß in der abge-treppt zurückweichenden Ausbildung ein reizvolles Spiel als Kontrast zu derflächenhaften Ausbildung der Fassaden. Neben dem Lagerhaus das niedrigereBürohaus (Bild S. 113). Die hellen horizontalen Bänder der ausladendenRampenschutzplatten und der Querkörper und Kamine des Lagerhauses sind dasfeste Band, das hinübergreift zu dem Bürohaus. Und dieser kleinere Bau, inseiner Geschoßteilung der glückliche Maßstab für die monumentale Wirkung desLagerhauses, ist von einer intimen Schönheit der Verhältnisse, die man demherben" Behrens vielleicht gar nicht zugetraut hat. Die Innenausstattung istbei aller Sachlichkeit von einer Phantasie erfüllt, die einen fesselt. Auch hierkann man von Behrensscher Romantik reden; ich betone vonBehrensscher"Romantik.Technisch ist der Bau sehr interessant. Darauf komme ich an anderer Stelle