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Oberhausen — Gutehoffnungshütte.
Lagerhaus. Erbaut 1925. Architekt Peter Behrens. Vgl. Bild S. 113.
Verwaltung, dieselbe, die die Kruppschen Wohnsiedlungen geschaffen hatte, sichso glänzend verstanden, sind bisher kaum künstlerisch gewürdigt worden. Nochgewaltiger in den Dimensionen, folgerichtiger in der Zweckbestimmung undMaterialverwertung und interessanter Bindung von Glas, Eisen und Backsteinwar 1905 der Bau der IX. Mechanischen Werkstätte (Bild S. 111 b). Nur Behrenshatte damals in Deutschland empfunden, was hier für künstlerische Möglichkeitengegeben waren, als er später in Berlin für die A. E. G. die so bewunderte Fabrik-stadt am Humboldthain schuf; 1908 die Turbinenhalle, 1910 die Hochspannungs-fabrik, 1911 die Kleinmotorenfabrik und 1912 die Montagehalle, allgemein be-kannte künstlerische Schöpfungen. Erst 15 Jahre nach seinem Fortgang vonDüsseldorf berief ihn die Großindustrie zu einer ihm direkt liegenden Aufgabenach Oberhausen (Bild S. 112 — 114). Erinnerungen an die Hochspannungs-fabrik der A. E. G. und deren turmartig ausgebildete Treppentürme, die desBerliner Bauwerks feste Eckpfosten für das Auge bilden, kommen einem zurück.Aber hier in Oberhausen ist dennoch etwas Neues und Ausgereifteres nochentstanden. Man ist einfach überrascht, was hier Behrens aus dem Nutzbaugeschaffen hat! Als Hans Verbeek vor Jahren die wirkungsvollen, schönenund schmucklosen neuen Lagerbauten am Kölner Hafen schuf, freute mansich dieser klaren Sachlichkeit. Kommt einem das gegenüber Behrens' Lager-haus in Oberhausen nicht schon wie eine weit entlegene Vergangenheit vor? Manhat später Verbeek falsche Romantik vorgeworfen. Was heißt das eigentlich?Wegen der hohen Dächer? Der Bau ist an sich so sachlich und für die damaligeZeit sogar sehr gut, und wenn Verbeek in alten sachlichen Lagerhäusern der