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schlossene Stellungnahme zu einschlägigen Fragen". Die Titel wie die einzelnenAufsätze des „Jahrbuchs des Deutschen Werkbundes" zeigen das etappenweiseVorgehen in den Bestrebungen der Vereinigung. 1912 „Die Durchgeistigung derDeutschen Arbeit. Wege und Ziele in Zusammenhang von Industrie, Handwerkund Kunst", eine interessante Bilanz von Hermann Muthesius „Wo stehen wir?"und „Wechselrede über ästhetische Fragen der Gegenwart" der besten Köpfe da-maliger Zeit, Fragen der Materialverschwendung und Materialgefühls, der Bau-beratung und des Unterrichtswesens. — 1913 „Die Kunst in Industrie und Handel"mit inhaltsreichen, aufklärenden Beiträgen von Peter Behrens, August Endell,Walter Gropius, Franz Mannheimer, Hermann Muthesius, Alfred Wiener u. a. —1914 „Der Verkehr". Städtebaufragen rücken in den Vordergrund. — 1915 „Deut-sche Form im Kriegsjahr" behandelt die Kölner Werkbund-Ausstellung vom Jahre1914, „die erste größere gemeinsame Unternehmung der Werkbundmitglieder. ...Der Bund möchte eine Saat ausstreuen in alle die weitläufigen Pflanzstätten deut-scher Gestaltungskraft, vom Granit- und Eisenbau bis zur Frauenkleidung, vonStädteanlagen und Siedlungen bis in das Büro des Kaufmannes, von der Schau-bühne bis auf den Friedhof . .. Keinem dieser Probleme durfte eine Ausstellungdes Deutschen Werkbundes ausweichen. ... Die Baukunst, das Ingenieurwesen,die Maschinentechnik, der Handel, der Verkehr, das Wohnwesen, das Theater undandere Schaffensgebiete mußten zu Worte kommen mit dem, was sie über werk-gerechte Form zu sagen hatten. Hier mußte man wagen, Probleme nicht nur auf-zuwerfen, sondern auch auf ungewohnten Wegen ihrer Lösung näher zu führen",wie der Berichterstatter des Werkbundes im Jahrbuch 1915, Peter Jessen, aus-führt. Das ist auch in der Tat das große Verdienst der Ausstellung gewesen.
Ich kann hier nur die Dinge der Ausstellung streifen, die sich auf unsere heimi-schen Baukünstler beziehen, und Dinge, die neue Problemstellungen aufwarfen,die erst in der Nachkriegszeit akut werden sollten. Neben dem „Neuen Nieder-rheinischen Dorf" sehen wir zunächst Peter Behrens und Wilhelm Kreis. Behrens'Festhalle voll ernster Würde (Bild S. 105 a), die Eckbauten an der Fassade fassendie Treppenbauten zu den Galerien. Kreis' Teehaus auf den Fundamenten einesalten Forts, dessen Wälle beibehalten wurden und daher die Anlage diktierten,verrät den Baumeister des Tietzbaus in Köln (Bild S. 102). Die Essener Bau-künstler Alfred Fischer, A. 0. Holub, Edmund Körperund GeorgMetzen-dorf waren mit Innenräumen vertreten. Ich lasse hier den einsichtig klugen PeterJessen wieder reden: „Ich wünsche dieser freimütigen und doch disziplinierten Artentscheidenden Einfluß, wenn nach dem Kriege die Zeit kommt, das große Wirt-schaftsgebiet, das die Ausstellung 1914 zu erobern gedachte, weiterhin in vertieftemSinne werkkünstlerisch zu bearbeiten. Mir scheint, solche Selbstzucht tut bitternot. Wenn etwas mich und viele Freunde in Köln niedergedrückt hat, so sind esdie Ziele und Wege der künstlerischen Gesinnung in Raum- und Sachgestaltung,Formen und Farben gewesen, die sich in mehreren rheinischen Wohnungsgruppenbreit machte. Was wir all diese Jahre her in uns Deutschen am ernstesten bekämpfthaben, was alle Nachbarn als unser Erbteil in Kunstdingen verhöhnen, das zeigtsich in beschämender Nacktheit: die Lust am Ordinären. Über diesen quälenden