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Krefeld.
Haus von Scheven. Erbaut um 1912. Architekt August Biebricher.
meindefeste, anschließend der Garten. Unter der Kirche ein geräumiger Vereins-saal mit 600 Sitzplätzen. Eingang ein stimmungsvoller Vorhof, eingefaßt voneingeschossigen Hallen an der einen Langseite der Kirche. Daneben, getrenntdurch den schlanken Eckturm, Sakristei und Taufkapelle, dann ein Verbindungsbauzum Pfarrhaus (Bild S. 88). Als die Anlage geschaffen wurde, war die Nachbar-schaft noch unbebaut. Die beiden Baumeister haben in geschickter Weise ihreBauten so gruppiert, daß für die einmündenden Straßen klare Umrißbilder ent-stehen. Für die Innengliederung der Baumassen war natürlich orientierender hellerHaustein der Gesimse und Tür- und Fensterrahmen notwendig. Wenn der helleSchmuck am Vorplatz zwischen Kirche und Gemeindehaus etwas reicher ausgefallenist, so hat das schon seine Bedeutung. Für die künstlerische Beurteilung der Bau-aufgabe vor dem Kriege darf aber nicht die dekorative Einzelheit am Haupteingangherangezogen werden. Entscheidend bleibt die Lösung der neuzeitlichen und viel-fachen Aufgabe aus den örtlichen Gegebenheiten und die klare städtebaulicheOrientierung der Baumassen aus dem Charakter des dunklen Materials heraus,was klare Umrißlinien forderte und für die Binnengliederung optisch hellen Steinfür Rahmen und Gesimse. Es ist einer der ersten interessanten Versuche der Wie-derbelebung niederrheinischer Backsteinarchitektur.