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bund-Siedlung „Weißenhof" in Stuttgart 1927 sahen wir ähnliche Versuche ausden Möglichkeiten neuen Baumaterials, auf das ich unten noch zu sprechen komme.Beim Kleinwohnungsbau kann ein solcher Versuch einleuchtend sein. Man darfdaher auf den weiteren Ausbau der Margaretenhöhe gespannt sein.
Die Anpassungsfähigkeit der süddeutschen Siedlungsbaukünstler auf die kli-matischen Verhältnisse und die heimische Bauweise des niederrheinisch-west-fälischen Industriegebietes zeigt sich auch in der Wiederbelebung des Back-steinbaues; so auf der Margaretenhöhe, so im letzten Bauabschnitt des Alten-hofes. Leider hat aber Metzendorf nach ersten interessanten Versuchen aufder Margaretenhöhe aus zwingenden Gründen den Backsteinbau wieder auf-geben müssen, da die „Wirtschaftlichkeit der Wohnungen" vom Kuratorium derSiedlung als Hauptaufgabe der Margaretenhöhe betont wurde und der Back-steinbau jede Wohnung um 500—600 Mark verteuert. Metzendorf hat sich dafüraber an anderen Stellen als geschickter Backsteinarchitekt zeigen können. DieWiederbelebung heimischer Backsteinarchitektur war der Ruf der rheinischenHeimatschutzbewegung und des „Rheinischen Vereins für Denkmalpflege undHeimatschutz". Das war in hohem Maße erzieherisch für die romantisch veran-lagten süddeutschen Baumeister. Es liegt eben in der Natur des Backsteinmaterialsbegründet, daß an ihm die polytechnische Architektur des 19. Jahrhundertsscheitern mußte. Das Material läßt aus sich keine reichere dekorative Gliederungzu. Die Musik des Backsteinbaues liegt lediglich in den guten Verhältnissen, sieist „Nurarchitektur". — Hie Rhodus, hie salta!
Essen — Margaretenhöhe.
Einfamilienhaus. — Erbaut 1914. Architekt Georg Metzendorf.