Druckschrift 
Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
Entstehung
Seite
64
Einzelbild herunterladen
 

64

Geländevoraussetzungen, vergleicht man zweckmäßigerweise wieder den unter denhier wiedergegebenen Bildern angezeigten Blickpunkt mit den entsprechenden An-gaben AK im Lageplan S. 62.

Die verstreut liegenden Einzelhäuser des ältesten Teils von Alfredshof, ver-wandt der ersten Anlage des Altenhofs auch in den Bautypen, erhielten zunächsteinen zusammenfassenden Mittelpunkt in einer langen, geschlossenen und höherenHäuserreihe, die rechtwinklig zwei kurze Arme ausstreckt und eine Grünanlageeinrahmt (A). Davor die breite, baumbestandene Hauptverkehrsstraße, die Krupp-straße. In der Mitte der neuen Häuserzeile ein bequemer Durchgang, getrennt fürFuhrverkehr und Fußgänger, Abschluß des alten Teils und Eingang zum neuen(Bild S. 65a). Von der Durchfahrt zieht sich geradlinig nach Norden die Achse hin-unter zum Park auf dem ehemaligen Klingsburgerhof. Grünanlagen und rechtwinkligzum Torhaus gestellte Reihenhäuser begleiten die Hauptachse (Bild S. 62). Sie werdenlinks und rechts je von einem Weg unterbrochen. Die tiefer, d. h. zum Park liegendenHäuserzeilen weichen seitlich etwas zurück. Die Garten- und Platzanlage zwischenden Seitenbauten weitet sich. Vor dem Park am Klingsburgerhof senden die unteren,zurückliegenden Häuserzeilen rechtwinklig Arme aus. Das erhöht in hohem Maße dieRaumperspektive; altes künstlerisches Mittel der Schloßbauten des 18. Jahrhunderts Schloß Bensberg bei Mülheim am Rhein und Schloß Nordkirchen bei Lüding-hausen in Westfalen, die um eine Hauptachse mit Haupteingang unter dem Mittel-giebel die langgestreckten seitlichen Vorbauten unterbrechen, die äußeren Flügel-

Essen Alfredshof.

Blick in die Baugruppe B auf Lageplan S. 62 gesehen von dem Platz vor A (vgl. Bild S. 65a).Erbaut um 1910. Baubüro Fried. Krupp, A.-O. Baurat Dr. Robert Schmohl.