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jähren erbarmungslos strapaziert, erscheint das' Haus seiner Jugend, das heuteinmitten des Weltwerkes pietätvoll behütete, ehrwürdige „Stammhaus", dieses be-scheidene Haus, in welchem er und sein Vater trotz aller Sorgen „Herr im Hause"waren (Bild S.45); dieses Haus erscheint ihm als Typ eines Eigenheims für seinePensionäre, die nicht verlassen ihr Ende im Spital finden, sondern als ehemaligeKruppsche Arbeiter verdient sorglos einen stillen Lebensabend als „Herr imHause" haben sollen. Auf dem Krankenlager skizziert der Rastlose nachts Grund-riß und Aufriß des Grundtyps der neuen Eigenheimkolonie. Er ärgert sich über dieBedenken des königlich preußischen und des übrigen Bürokratismus. „So vieleLeute könnten glücklich allein wohnen, die jetzt nur die Wahl haben zwischenKasernen und Spelunken", liest man in einem seiner letzten Diktate. Bis zumletzten Atemzuge beschäftigt ihn der Gedanke, und sein Auge sieht ein glücklichVolk in gesundem Eigenheim in Gartenland. — Fausts Ende: „Eröffn' ich Räumevielen Millionen, nicht sicher zwar, doch tätig-frei zu wohnen. Grün das Gefilde,fruchtbar; Mensch und Herde sogleich behaglich auf der neusten Erde, gleich an-gesiedelt an des Hügels Kraft, den aufgewälzt kühn-emsige Völkerschaft. Im Innernhier ein paradiesisch Land, da rase draußen Flut bis auf zum Rand, und wie sienascht, gewaltsam einzuschließen, Gemeindrang eilt, die Lücke zu verschließen.Ja! Diesem Sinne bin ich ganz ergeben, das ist der Weisheit letzter Schluß: Nurder verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muß. Und so ver-bringt, umrungen von Gefahr, hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.
Essen — Fried. Krupp.
Das Kruppsche Stammhaus. Erbaut 1818.