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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
Entstehung
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bauten an dieserneuen Gürzenich-straße der geschlos-sen einheitlich mo-numentalen Gesamt-wirkung wegen be-stimmte Hauptpro-filhöhen und Dachlö-sungen vorgeschrie-ben. Das Eingangs-tor der neuen Durch-'bruchstraße sollteKreis schaffen. Linkswar durch denDurch-bruch ein dreieckigesBaugelände entstan-den, eingerahmt vonHohe Straße, Schil-dergasse und Gürze-nichstraße. Kreis'WarenhausPala-tium" betontandie-ser Stelle die Eckendes nicht recht gün-stigen Baugeländesmit turmartigen Bau-körpern (Bild S. 38).Die Straßenfortset-zung, Karl Moritz'Haus Piccadilly,führt die Hauptpro-filhöhe von Palatium

weiter. Zwischen den Turmkörpern der Palatiumfassade an der Gürzenichstraßeist oben noch ein höherer Aufbau vor die Dachschräge gesetzt, kleinere Anbautenund Statuen auf Sockeln vermitteln geschickt zu den Ecklösungen. Das ist ausder Lage heraus vorempfunden zu der gegenüberliegenden, imposanten undbreiteren Hauptfassade des Tietzbaus (Bild S. 39,36). Hier das große Mittelportalzwischen flachen Eckbetonungen. Über die Hohe Straße hinaus wissen BenoitBergerhausens Haus Michels und Friedrich Boltes neues Stadthaus in ihremAufbau sich auf das glücklichste dem Gesamtstraßenbilde anzupassen (Bild S.39).Die Einzelbehandlung kann uns städtebaulich hier gleichgültig sein. Die HoheStraße biegt seitlich leicht am Tietzhause aus. Auch hier ist die Fassade desWarenhauses in feinsinniger Weise dem Straßenzuge angepaßt (Bild S. 36). Diesesgeschickte städtebauliche Anordnen der Baumassen sollte unter Kreis' Oberleitung in

Köln Durchbruch zur Gürzenichstraße.

Rechts Warenhaus Tietz. Links Warenhaus Palatium. (Vgl. Bild S. 38.)Erbaut 1913. Architekt Wilhelm Kreis.