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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
Entstehung
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Elberfeld Warenhaus Tietz.Erbaut 1910. Architekt Wilhelm Kreis.

an Georg Bahr in Dresden erinnern, z. B. an sein Britisches Hotel in der Landhaus-straße; entfernt sagte ich, denn kunstgeschichtliche Anregungen haben beiKreis immer eine persönliche Umgestaltung erfahren, wie ja auch sein Bauschmuckeigene Formensprache redet, Kassettenornamente oder jonisierende Kapitelle, dieder Säule entkleidet und für sich Wandschmuck geworden sind. Im übrigen habendie beiden Giebel ihre Voraussetzungen in dem vorhandenen Grundstück unddessen Lage zur Nachbarschaft. Ein breites Grundstück, die ganze Kaiserstraßeeinnehmend. Vertikal durch die ganze Fassade laufende Balkonkörper wechselnbelebend mit aufsteigenden Pfeilern und vertikalem Fensterstabwerk. Der Mittel-giebel soll die lange Fassade zusammenfassen, gleichzeitig aber auch dem Kundensagen: Bitte sehr, hier ist der Eingang! Fünf Pfeilerstatuen helfen ihm in seinerAbsicht. Das ist glücklicher, als der plastische Schmuck bei den Eingängen desOlbrichbaus in Düsseldorf. Das langgezogene Grundstück hat seitlich geringe Tiefe.Der Giebel am Marktplatz ist organisch der Abschluß des langen Daches, gleich-zeitig formal sammelnder Abschluß des durch die geringe Breite noch stärkerwirkenden Auftriebs der Pfeiler und des Fensterstabwerks. Wie im Giebel dieFortsetzung des Stabwerks erst rund, dann noch quadratisch gebändigt wird,wie das flache Rund des Giebelabschlusses durch die seitlichen Volutenlinien be-ruhigend verbunden ist, das ist, aus der Situation vom Marktplatz aus, ganz aus-gezeichnet! Das Echo des flachen Giebels ist unten der Eingangsturz. Der dem joni-schen Kapitell entlehnte Schmuck hat hier Sinn, während er in der oft gedankenlosen