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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Die Biographien Ludwigs des Frommen.

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tonim corpora et ab episcopo Theganberto admodum religioso 8 Kai. Nov. in cella quae No-mini monasterium vocatur . . . tumulata. Den Todestag Thegans enthält das Nekrologiumvon St. Maximin (Jahrb. d.Ver. d. Altertumsfreunde i. Rheinl. 57,111) zum 20. März XIII Kai.Mart. Obitus Thegani episeopi. Zur Zeitbestimmung des Werkes s. Simson a. a. 0. S. 332 ff.Walahfrid sagt von der Schrift Hoc opusculum und dann Ludewici imperatoris gesta undbezeichnet sie als in morem annalium verfaßt. In Kap. 19 hält sich Thegan bei Erwäh-nung der sprachlichen Kenntnisse Ludwigs') eng an Einharts Vita Karoli. Walahfrids TadelIreviter quidem et vere potius quam lepide composuit ... Unde quantum sit opus eins probona voluntate non fastidiendum pro quantidacumque rusticitate, seine Neuausgabe Huicopuscido ego Strabo quasdam incisiones et capitida inserui quia ... Ludewici imperatoris gestaet laudes saepius audire cupio vel proferre, ut facilius volentibus scire singuJa pateant iitu-loi'nm compendio.

Das Werk beginnt mit einer geistlichen Phrase und einer Komputationdes Jahres 813. Kurze genealogische Angaben über die karolingische Dynastievon Arnulf bis auf Karl den Großen und über das Haus, aus dem Hildegardstammte, führen zur Jugendzeit Ludwigs hinüber, dessen Regierungsantritt(c. 7) ganz in biblischen Farben ausgemalt wird, wie überhaupt die Schriftschon von Anfang an (vgl. c. 3) im geistlichen Sinne gehalten ist; diefolgenden Ereignisse bucht Thegan ganz in dem abgerissenen Stile derAnnalen. Die klerikale Gesinnung des Autors tritt namentlich beim Besuchdes Papstes Stephan IV. in Rheims c. 16 f. deutlich hervor. Längere Aus-einandersetzungen gibt Thegan eigentlich nur dann, wenn er gegen diehohen Kleriker aus niederem Stande eifert (s. c. 20); solchen Leuten, besondersdem von ihm gehaßten Ebo von Rheims (s. c. 44) wirft er die Erniedrigungdes Kaisers vor, Schwäche an seinem Helden erkennt er nicht. Insofernist das Buch eine Parteischrift, voll von niedrigen Schmähungen gegen dieFeinde des Verfassers und nur mit Vorsicht zu gebrauchen. Der Stil ist,verglichen mit Einhart, geradezu kläglich. 2 ) Der Schluß enthält wie derAnfang eine Komputation und verläuft in geistlicher Phrase. Die kurzeFortsetzung in der Wiener Hs. erzählt noch einiges aus den Jahren 836und 837, sie ist wohl erst nach 847 verfaßt. 3 )

Erwähnt wird das Buch im Besitze Grimalds von St. Gallen (B. 23, 31) als de bonitateHludouuici imperatoris in quatemnlis. Benutzt wurde es nicht häufig, 4 ) so in den Annal.Lobienses und von Flodoard in der Hist. Eemensis ecclesiae, vgl. Simson a. a. 0. S. 351 f.Daher sind auch Hss. selten: Vindob. hist. prof. 332 (aus Admont) s. XI XII. Mus. Brit.Addit. 21109. Petropol. F. IV. 4 s. X; außerdem eine unvollständige Hs. in Schaff hausen s. Xbis XI, eine Trierer a. 1084, je eine Hs. in Hannover s. XIV und in Breslau s. XV; vgl. MG.SS. 2, 589, Archiv d. Ges. f. alt. deutsche Geschkde. 7, 364. 11, 286. Hauptausgabe (neue sehrnötig!) MG. SS. 2, 590. Verbesserungen des Textes bei Simson a. a. 0. S. 350 f. (Hauptschriftüber Thegan). Ebert 2, 358 ff.

IL Der sog. Astronomus. Über den Verfasser der zweiten Lebens-beschreibung ist nichts weiter bekannt, als was sich aus seinem Bucheergibt. Danach hat er von Ludwigs Thronbesteigung an am Hofe gelebtund also seit 814 aus eigner Kenntnis geschrieben. Den ganzen früheren

) Cap. 19 (MG. SS.2,594,34) lingua graecaet latina valde eruditus sed graecam meliusintellegere poterat quam loqui; latinam veroStent naturalem aequaliter loqui poterat . . .Poetica carmina gentilia quae in iuventute di-dicerat, respuit nee legere nee audire nee do-cere voluit. Ebenfalls nach Einhart ist p. 595,1Nunquam aureo resplenduit vestimento nisitantum in summis festivitatibus.

2 ) Als Stilblüten greife ich heraus c. 7

p. 592 Postquam divisi fuerant (= sich ge-trennt hatten); c. 7 p. 592, 25 Quod factum(= quo facto); c. 8 p. 592, 44 in modum quasitres clippei in unum coniuneti; c. 28 p. 597, 2qui erat timidus super otnnes homin.es.

3 ) Vgl. Simson a. a. 0. S. 337.

4 ) Simson a. a. 0. S. 338 hat das Ver-hältnis Thegans zur Genealogia domus Caro-lingicae als ein durchaus unsicheres hin-gestellt.