Dicuil.
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Werk ist, das er De mens, orbis prol. 1 (ed. Parthey p. 3, 1) mit den Worten Post congre-qatam ') epistolam de questionibus decim 2 ) artis grammaticac anführt. In das grammatischeGebiet gehören außerdem die Versspielereien nach Art des Porfirius Optatianus im kom-putistischen Werk 1, 8 mit der Ueberschrift Quattuor incipiunt multos qui rite creabuntf. 75 a—76 b, 3 ) wo es f. 76 b heißt Bonato atque aliis vere testantibus illud, und endlich dieSclüußverse dieses Werkes f. 118 riiit der Ueberschrift Proprietas sequitur dicunt ut g'ram-matici ipsam, wo es heißt Ut prior atque alter de multis noscitur esse, De binis aliusprimusque existere contra, Luces et paces pluraliter esse videmus.
Das astronomisch-kompiitistische Werk, erhalten im Valentian.386 s. IX f. 66—119 hat keine Über- und Unterschrift. Der Verfasser nenntsich f. 73 a Dicuil haec ego qu§ feci argumenta videto und f. 76 b Dicuil h$cego qu$ feci ioca visa tenetoA) Die Schrift ist nach ihrem Inhalt ganz zer-fahren, denn von irgendwelcher Disposition ist nicht die Rede, die Argu-mente zu den einzelnen Kapiteln stehen zumeist in der willkürlichsten ge-danklichen Reihenfolge. Den Beginn bilden Verse an Kaiser Ludwig, daßder Autor den Kaiser ergötzen wolle durch die Vorführung der Berechnung,der wievielte Monat vom April gerechnet jeder sei, die noch niemand vorihm ausgeführt habe. Er verfährt dabei in geradezu abgeschmackter Weise,indem er die Epakten des neunzehnjährigen Zyklus für einen beliebigen Tagumgekehrt setzt und gewinnt das geistreiche Resultat, daß für das Jahr 814der April der erste Monat vom April aus gerechnet ist, usw. für den Maiund den Juni. Es folgt eine ähnliche Berechnung für den wievielten Tagim April und Mai, wobei Dicuil von der Gewöhnung seiner irischen Lands-leute 5 ) spricht, den Schalttag nach griechischer und römischer Weise aufden 22. März zu verlegen. Es folgt dann auf einiges andere eine demPorfyrius abgelauschte Spielerei, nämlich durch Permutation der Worte vonvier Hexametern diese auf 72 Verse zu bringen. Am Schluß des erstenBuches steht ein rhythmisches Gedicht von vierzehn Doppelachtsilbern, indem sich Dicuil wegen seiner Metrik verteidigt, er nennt es De ymno perrythmum facto. Auch im zweiten Buche, das verschiedenartige astronomischeBerechnungen enthält, findet sich als siebtes Kapitel ein rhythmischesGedicht, gleichfalls Hymnus genannt, von sechs Doppelsiebensilbern mittrochäischem Schlüsse; später als Kapitel 13 eine neue Permutation jenervier Hexameter, die 216 Verse einnimmt und als Kapitel 14 am Schlußfünf rhythmische Verse von sehr unregelmäßigem Bau. Auch das dritteBuch beschäftigt sich mit komputistischen Materien, es hält aber die inder Übersicht des Inhalts anfänglich gegebene Disposition nicht ein, sondernweist die Disposition auf, die sich auf einem angehefteten Zettel findet.Das vierte Buch endlich besteht fast gänzlich aus Verspermutationen, undzwar teilweise aus den schon früher begegnenden, und auch hier scheintdie ursprüngliche Disposition verlassen zu sein.
Die Inhaltsangabe der vier Bücher mit 34 Kapiteln steht dem Werkevoran f. 66 a b. Die Zeit von Buch I bestimmt sich nach f. 67 b Cum nunc
') Also ähnlich wie die Subskription beiMalsachanus finit congregatio salcani filii deverbo.
2 ) So beide Worte im Dresd. Dcl82 f.50bl.
3 ) Die Permutation wird weiter ausgeführtf. 86b-89b, f. 101—117.
4 ) Daher sind die von einer Hand s. XII
f. 1 a neben das alte Incipit Über Ysidori derethorica gesetzten Worte Item rethorica Al-bini ad Karolum et computus eiusdem ad eun-dem in ihrem letzten Teil belanglos.
5 ) f. 71 b Sed si secundum Grecorum etLatin oruin regulam quam mea gens in Hi-bernia in hac ratione semper cnstodit. . ..