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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
Entstehung
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647
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Annales Laurissenses maiores und Einliarti. Dicuil. 647

gestellt ist. 1 ) Einharts Arbeit hat aber vielleicht nicht bis zum Schluß (829)gereicht, da bis dahin noch einige weitere Verfasser angenommen werden.Freilich sind alle diese Fragen sehr schwierig zu beantworten, und dasgleiche gilt von der Frage nach dem Verfasser der stilistischen Über-arbeitung, die nur an einigen Stellen sachliche Erweiterung gewährt. Dieserist vielleicht ein Sachse gewesen, 2 ) und daß er am Hofe geschrieben hat,steht wohl außer Zweifel; daß es aber der Kaplan Ludwigs Gerold war,wie neuerdings behauptet wurde, 3 ) ist mit Recht abgelehnt worden. 4 )

Das Werk wird höchstwahrscheinlich genannt in Reichenau s. IX unterden Büchern Reginberts (B. 10, 36 postea Karoll maioris domus Francorum,Pippini senioris ac filli eins Karoli, et Pippini et Karli filiorum Karoli, deinclepostquam Pippinus ad regem elevatus est. postea Karoli regis, deinceps gestaHludovici regis ac imp.), und vielleicht in Lisborn 1219, s. Neues Archiv32, 669. Abgeschrieben wurden die Annalen nicht selten, wie sie auch vonRegino bis 813 fast ganz ausgeschrieben und in den Jahrbüchern vonLobbes benutzt und in den Annales Bertiniani fortgesetzt worden sind.

Hss.: A. ed. princ. Canisius, Antiquae lection. tom. 3,1,187. Florent. 65, 35 s. XI.B.Vat. reg. 617 s. IX, 213 s.X. Paris. 5941 A s.XV. C. Paris. 10911 s.IX. Petropol. F. IV. 4s. X. Audom. 706 s. X. D.Vindob. 473 s. IX und 612 s. XI. E.Vindob. 510 s. X. Paris. 5942s. X. Trevir. 1286 a. 1084. 5 ) Monac. 23618 s. X. Daß man zuerst von Annal. Einhardisprach, ergab sich aus der Transl. S. Sebastiani von Odilo (ed. Holder-Egger, MG. SS. 15,379) Sed Agenardus cognomento sapiens, ea qui tempestate habebatur insignis, huius reveren-tissimi caelicolae mentionem in gestis Caesarum Karoli Magni et filii ipsius Hludowici faciensinter alia quae annotino cursu dictabat, non inoperosum duxit mortalia acta inmortali asti-pulatione roborare ita dicens: Dum liaec aguntur Hildvinus abba etc. (es folgt der ausführ-liche Bericht über die Translation des hl. Sebastian nach Soissons aus J. 826 und zwar mitstarker Hinneigung des Textes zur C-Klasse, also nicht zu den Ann. Einh.). Natürlich istein so gewichtiger Zeuge des 10. Jahrb. nicht ohne weiteres zu verwerfen; freilich kann,wie B. Simson (De statu quaestionis, sintue Einhardi necne sint quos ei ascribunt Annalesimperii S. 7) bemerkt hat, in der von Odilo benutzten Hs. der Reichsannalen diesen die VitaKaroli vorangestanden haben. Ueber alle wichtigen Fragen s.Wattenbach 1,210220,wo auch (besonders S. 210) die Literatur verzeichnet ist. Der hs. Kritik von Kurze (NeuesArchiv 19, 295 ff. 20. 9 ff. 21. 9 ff.) steht gegenüber H. Wibel, Beitr. z. Krit. d. Ann. regniFranc, und d. Ann. quae die. Einhardi, Straßburg 1902, der sich bezüglich der Autorschaftder Ann. Einh. den Forschungen von H. Bloch anschließt (s. Gott. gel. Anz. 1899, 872 ff.).

Ausgaben: ed. Pertz, MG. SS. 1,124218; ed. Fr. Kurze, Annales regni Francoruminde ab 741 usque ad 829 qui dieuntur Annales Laurissenses maiores et Einhardi, Hannov.1895.

113. Dicuil.

Der Ire Dicuil hatte in seiner Heimat mehrere Inseln in der Nähedes nordwestlichen Britanniens kennen gelernt, und daher war ihm inspäteren Zeiten wohl der Wunsch gekommen, ein kleines geographischesWerk zu verfassen. Wie viele seiner Landsleute wanderte auch er zu Karlsdes Großen Zeit ins Frankenreich, er erzählt von dem Elefanten, den derKalif Harun 802 dem Kaiser zum Geschenk machte und der 810 starb.Wahrscheinlich war er Lehrer der Grammatik und lebte vielleicht, am Hofe,

l ) So auch Bernheim, Deutsche Ztschr. I Kurze. Einhard S. 68 f.f.Geschichtswissensch.NF.l Mon.Bl. S. 130ff. *) Wattenbach 1, 220.

2 )SieheB.Simson,Jahrb.d.fränk.Reichs ") Wird vielleicht genannt im Katalog

unter Karl d. Gr. 2, 610. Hüf f er, Korveier von Trier s.XII (B. 76,128 == 1393? Jahresb.

Studien S. 7. d. Ges. f. nützl. Forsch, in Trier 1899 S. 57

3'

Hüffer, Korveier Studien S. 5-13. | N. 149).