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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil.

olim egregii presulis, effulgent miraculis, alias tarnen quibuslibet inauditis. Zur Bitte Gozlinsp. 77, 3 Tuae admodum mihimet ... germanitatis affectio sibimet dudum destinari crebro po-poscit, ut bellorum Parisiace polis ... nostro gentium labore codicellum didicit: daß Gozlinin St. Germain lebte, ergibt sich aus p.77,1 und aus der Randglosse von f. 1 bei v.Winter-feld p. 73 n. 3. Der Brief PL. 4, 77 f. Zur Zeit des Beginnes der Dichtung p. 77, 15 tunc etenimadhuc Utteratoriae tyruncnlus discipline Moronis proscindebam eglogas. Zweck der Dich-tung p. 77,14 Quarum siquidem prima fuerit causa exercitacionis . . . altera vero mansurialiarum tutoribus urbium exempli. Zu den Glossen') p. 78. 7 tum scolasticis ambientibus glosassuis in commentis obnixe complacet ... tum per semet quoniam multis inheret verbis, propriamanu linguas superieci. Zur Metrik p. 78, 12 Pentimimeris nempe seu cum cata triton trocheoneptimimeris rata similitudine per omnia currunt cesurae, quamquam bucolice per tomenperpauca.

Von den siebenunddreif3ig Predigten sind erst fünf herausgegeben 2 ) bei d'Achery,Spicileg. 9,79 ff. = Migne 132,761 ff. Sie wenden sich an einen (Migne col.761) lector siveauditor, quicnnque es mediocris loquacitatis dives sed latinitatis indiges . . . ut qui per obscitradoctorum commenta et homiUas non intellegis evangelia, sattem huic libello . . . intendas vellegendo vel audiendo. Zu den Auftraggebern Me revera Äbbonem scilicet monachum et misera-biliorem cunctis mortalibus coegerunt episcopi Froterius videlicet Pictavae scdis et maximeFulradus Parisiacae, illud tenui stilo cudere negotium ad utilitatem simplicium clericorum.Es handelt sich um Abbo von St. Germain, (Migne col. 762) Igitur memores estote lectoresÄbbonis . . . vernaculi beatissimi Germani tutoris Parisü ab obsessione hostili; aus diesenWorten geht hervor, daß die Predigten später geschrieben sind als das Gedicht, was sichauch aus den Regierungszeiten der zwei Bischöfe ergibt, s. v. Winterfeld p.74 (GalliaChristiana 2,1159. 7, 40). Die herausgegebenen Stücke sind in einfachem und verständlichemStile geschrieben und entbehren gelehrter Probleme; nur Hieronymus wird zitiert (Sermo 2col.767 B). Zu der ZeitaDspielung in 5 (col. 776 D) In climate vero septemtrionali et occidentaligens Normannica pariterque Danica sed et impiissima Vngrorum natio s. Winterfeld p. 74.

Bella Parisiacae urbis. Das Gedicht beginnt mit einer der Zeit

angemessenen Etymologie 3 ) des Namens Paris und mit nicht geringem

Preisen der Stadt,*) was aber wohl weniger auf die Stadt selbst, als auf

die dort befindlichen Klöster und Reliquien geht; auch ihre Lage wird mit

einigen Versen erörtert. Zum Thema geht der Dichter 1, 36 über, indem

er die Aufforderung des Normannenkönigs Sigefred an Bischof Gozlin von

Paris erzählt, ihm mit seinen Mannen und Schiffen den Durchzug durch die

Stadt zu erlauben. Die abschlägige Antwort des Bischofs mit der Begründung.

daß Kaiser Karl ihm den Schutz der Stadt anvertraut habe, entzündet den

Kampf, in dessen Anfang dem Leser die fränkischen Anführer vorgestellt

werden, nämlich Graf Odo (der nachmalige König), dessen Bruder Robert,

Graf Ragenar, Gozlin und sein Neffe Ebolus, der Abt von St. Germain. Die

Erzählung setzt gleich beim Beginn der Feindseligkeiten ein und greift in

Buch 1 noch in die Ereignisse des Jahres 886 hinüber. Das zweite Buch

beginnt mit dem Hilfezuge des Herzogs Heinrich von Sachsen vor Paris

und führt zunächst die Schilderung der Kämpfe bis zur Erkaufung des

Abzugs der Feinde um 700 Pfund Gold durch Karl III., während dann die

Ereignisse bis 896 kurz angeschlossen werden. Im Vordergrunde stehen

die Heldentaten, die der heilige Germanus bewirkt und die durch Ebolus

und Odo verrichtet werden. Doch fand der Dichter Ursache, am Ende

seines Kampfberichtes König Odo zu schmähen (2, 587—595), da der Feind

mit dessen Willen in alle Flüsse Frankreichs eindringen und Land und

') Aber auch der Brief an Gozlin istschon von Abbo glossiert, denn auch hier be-gegnen seltsame Wortbedeutungen, wie p. 77,7flagri = amoris oder 78,1 positor = poeta, 9linguas = glosas.

-) Sie stehen (nach Montfaucon 2,1129)

im Sangerm. de Pratis 393.

b ) 1,9 Isie quasipar, 2 geris modo nomenab urbe Isia{f) Danaum late media regionis.

4 ) 1, 12 Sum polis et regina micans omnessuper urbes.