Godescalc. Theodulus.
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Briefen in Betracht, die von den Magdeburger Centuriatoren gemacht wurden, nämlich MG.Ep. 5,529, 27—530,24, ferner Hincmar de una et non trina deitate 10 (Migne 125,578 0).Zu Godescalcs Wesen und Charakter s. die von Traube p. 707 n. 2 gesammelten Stellenaus Hincmar. Zum Aufenthalt in Orbais und zur Flucht s. Hincmar de praedest. 2 (Migne125, 84 Äff.). Zur Beschäftigung mit Poesie s. Traube p.710 n. 2. wo auch über die (mitTheodul übereinstimmende) Metrik ') Godescalcs ausführlich gehandelt wird, die durchaus aufSchulung im Rheimser Sprengel durch Iren hinweist. Zum Studium Augustins s. Hincmar dedeitate 19 (Migne 125, 613 D) und Hrabani ep. 42 (Ep. 5,481, 38 ff.), zur Priesterweihe Hincm.de praedest. 2 (Migne 125, 85 C). Zum Aufenthalt in Italien s. Hincm. ib. 84 C und Walahfr.Carm. 5,18, 5 f. (PL. 2, 362). Hrabans Schrift De praedestinatione an Noting Migne 112,1530,der Brief Ep. 5, 428 N. 22; die Mahnung an Eberhard von Priaul Ep. 5,481—487, es ist der-selbe Brief, in dem Hraban von der Uebersendung seines Werkes De laude crucis an Eber-hard spricht; die Warnung p. 487,17 ff. In die italienische Zeit gehören die Gedichte IV —VI,während I — III in Orbais angefertigt wurden. Ein Gedicht an Walahfrid ergibt sich ausWalahfr. Carm. 5,18, 8 (p. 363) Sic optata palatinas mihi metra Uiapte Scripta manu nebiüasvero pepalere nitore. Zur Bückkehr aus Italien und zur Mainzer Synode s. Ann. Bertiniani 849(ed.Waitz p. 36), Traube p.713 und n. 1. Zur Synode von Kiersi s. Schrörs S. 104, Ann.Bertin. 849, Traube p.713 und n. 4.
Zum Werke über die Prädestination an Gislemar s.Hincmars Schreiben Ztschr. f. Kirchcn-gesch. 10, 261 und De praedest. 35 (Migne 125, 369 C D). 2 ) Hincmar zählt in dem Briefead reclusos et simplices (Ztschr. f. Kirchengesch. 10, 261) drei Schriften auf unwm quidemtlwmum . .. quem ad quendam Gislemarum ... scripsit. Älterum autem quem contra Bliaba-num ... mutilavit aut corrupit. Tertium quoque thomulum quantitate partium sed impietatemaximum ab Mo ipso mihi oblatum suscepi. Brieflicher Verkehr mit Lupus s. das SchreibenGodescalcs an Lupus bei Traube p.723 aus Vatic.7803 s. IX f. 192b (mit vollständig durch-geführter Reimprosa) und die Antwort des Lupus auf einen andern Brief Lupi ep. 30 (Ep. 6,36). Das Glaubensbekenntnis bei Migne 121, 349—366, dort 362 C D der Wunsch einesGottesurteils (vgl.Traube p.715 f.). Poetischer Verkehr mit Ratram ergibt sich aus Carm. VII(an Ratram) und dort Vs. 15. 59 ff. 66 ff. Zur Uebersendung des Bekenntnisses s. Amulonisep. 2 (Ep. 5, 369, 1 ff.), Godesc. Carm.7,116 ff. und 125 ff. (hier die Uebersendung an Ratram).Zum Reim in Godescalcs Gedichten s. Traube p. 710 n. 2; Reim bei Walahfrid in Carm. 5,51. 53. 54. 57. 59. 60 (p. 399—403), den Reim bevorzugten auch die irischen Dichter in Rheims,s.Traube 710 n. 2. Mit Carm. 7 übersandte Godescalc auch Lupus' Schrift De tribus quae-stionibus an Ratram, s. Vs. 125 unde tibi recitanda haec utraque duxi Respondere alii pro-perant dum mente sagaci. Vom ersten Werk Hincmars ist nur noch die Vorrede bei Plodoard(MG. SS. 13, 502 = Migne 125, 49) erhalten, das zweite Werk, in dessen Vorrede eine Predigtdes Florus aufgenommen ist, Migne 125,55—474; die Schrift De una et non trina deitate(mit einem größeren Bruchstück aus Godescalc col. 475—479) ib. 473—618, Sendung derSchrift an Godescalc col. 615 C. Zur Stellung Nicolaus' I. s. Plodoard MG. SS. 13, 500. DerBekehrungsversuch Hincmars col. 616BC, 126, 92 f. Zum Todesjahr s. Traube p.719 und720 n. 1, zum Tod Migne 125, 618 B.
Gedichte. Die ersten drei in Orbais entstandenen Gedichte sind ausbedrücktem Herzen geschrieben. Sie wenden sich an Christus, dessen Hilfeund Beistand der Dichter für seine schweren Bekümmernisse erfleht. Schonhier (1,5,1 f.) spricht es Godescalc offen aus, daß er das Niedrige ver-abscheue und nach dem Hohen strebe. 3 ) Die Gedichte zeugen, wenn sieauch etwas rhetorisch gehalten sind, von einer tiefgläubigen Ergebung inden Willen der Gottheit. Von Wichtigkeit ist ihre Form. Die zwei erstensetzen sich aus Strophen zusammen, die aus sechs adonischen Versen be-steben, die neben metrischer Reinheit stets strophenweise den Reim auf-weisen, und zwar ist der Reim ein- bis dreisilbig. Das dritte Gedicht isteine regelrecht gebaute sapphische Ode von zwölf Strophen, von denen je
') Tiradenreime wie Carm. 7 (p.734) 24 ff.38 ff. 123 ff. begegnen in der tetrastichischangelegten Eklöge Theoduls allerdings nicht;aber sie waren hier durch die Anlage schonausgeschlossen. Vorliebe für langsilbige Aus-gänge zeigt sich beiderseits; viersilbige be-
gegnen bei Theodul 27, bei Godescalc 5, fünf-silbige 3 und 2.
*) Außerdem die scharfe Beurteilung amSchlüsse der Vorrede zu De praedestinatione(Migne 125, 65. 66 A).
3 ) Ima sinentem, Summa petentem.