Remigius von Auxerre.
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[ pueri qnos docui meo iuvamine perscripserunt. Vielleicht benutzte Froumund' als Vorlage die alte St. Emmeramer Handschrift bei Becker 49, 472, diewahrscheinlich am Schluß auch den Bedakommentar des Remigius enthielt.Genannt wird dieser s. XI in Gorze, wo*) allein der vollständige Titel über-liefert wird, in Puy und s. XII in Anchin, wo er viermal vorhanden war. 2 )Einiges wenige veröffentlichte Huemer, Wiener Sitzber. 95, 525 f., vgl. 550f.,sonst ist die Schrift ungedruckt. Teilweise findet sie sich im Rotomag.1470s. X—XI, wo f. 39 a—54b Bedas Werk mit Marginal- und Interlinear-scholien und -glossen steht, die auf Remigius zurückgehen; die letztenZeilen von f. 38b sind zu der kurzen Einleitung benutzt, die sich auf demnächsten Blatte fortsetzt. Der Kommentar ist hier spärlich gehalten.Einiges führe ich an:
Keil, GL.7,229,14 Thom§ incisio, hinc atliomus insecabüis. 235,26 Pilus quando pery scribitur est nomen insnle oel regionis; quando per i tunc a pelle venu eo quod prodeat exipsa. Pilum neutri generis est sagitta, hinc primipihis ; pila feminini generis puerilis Indusvel hasta. 245,14 Nondum fuerat Crassus vindicatus, nee. signa reeepta a Babyllonüs, quiipsum oeeiderant.
5. Terenzkommentar. In dem englischen Kloster Ramsey, dessenBibliothek höchst bedeutend war, besaß man s. XIV einen Remigius superTherencium. 3 ) Ist die Aufschrift richtig — und es ist kein Grund zumZweifel, da der Katalog sorgfältig abgefaßt wurde —, so möchte man kaumannehmen, daß Remigius einen fortlaufenden Kommentar zu Terenz verfaßthat, denn seine Benutzung dieses Dichters in den andern Kommentarenist durchaus unerheblich. Ich möchte daher fast glauben, daß man es miteiner Erklärung über die Schrift Priscians zu den terenzischen Versmaßenzu tun hat, und somit eine Kürzung des Buchtitels im Katalog von Ramseyannehmen. Von diesem Werke des Remigius scheint sich jede Spur ver-loren zu haben.
6. Kommentar zu den Disticha Catonis. Diese Spruchdichtungenhatten in der karolingischen Zeit schon große Verbreitung, und daß siedamals schon in der Schule gelesen wurden, ergibt sich nicht nur aus denzahlreichen Anführungen bei den Schriftstellern, sondern auch aus demKommentar, den Remigius dazu schrieb. Er scheint aber nicht eben häufigkopiert worden zu sein, oder es wurden, wie meist, nur Auszüge darausgemacht und weiter verbreitet. Denn in alten Katalogen wird die Erklärungnur fünfmal genannt, nämlich s. XI in Gorze und Puy, s. XII in Cluni unds. XV zweimal in Canterbury. 4 ) Von Handschriften haben sich bisher dreigefunden, zu denen ich unten eine vierte hinzufügen kann. Die Erklärungist noch nicht veröffentlicht, doch hat A. Mancini eingehend darüber ge-handelt 5 ) und Exzerpte daraus abgedruckt. Ich kann diese Mitteilungenaus einer vierten Handschrift 6 ) etwas vervollständigen. Der sehr umfäng-lichen Einleitung, die im Rotomag. 1470 stark gekürzt erscheint, schließen
') Revue Benedictine 22, 9,166 ExpositioKernig ii ... super Bedam de arte metrica.
a ) Vgl. Neues Archiv 32, 681 f.
3 ) Chronicon abb. Rames. ed. Macray 4,361. Auch der Phocaskommentar war dortvorhanden.
") Vgl. Neues Archiv 32, 681 ff.
5 ) Rendiconti dellaAccad.deiLincei Ser.5Bd. 11,175—198. 369-382.
6 ) Nämlich aus Rotomagensis 1470 s. Xbis XI, der etwas älter als die sonstige Ueber-lieferung ist.