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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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502 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil.

Tullii zu exzerpieren; hierbei hat wohl Piatons Symposion die Grundideeabgegeben. Ausg. der Sententiae von L. Traube, Rh. Mus. 47,566—568 mitausführlicher Einleitung (S. 558 — 566). — Weitere Teile der Exzerpte sindSolin (ed. Mommsen 21,11—30, 7) und E Septem miraculis (das Stück, welchesSchott, De Septem orbis spectaculis quaestiones (1891) in append. 2 heraus-gab), i)

b) Hs. Mellic. G 32 Autograph. Dieser Codex enthält verschieden-artige Auszüge, vor allem aus der northumbrischen Enzyklopädie, welcheastronomisch-komputistischen Inhalts war und wichtige Pliniusexzerpte ent-hielt, 2 ) Heiric benutzte sie in einer Hs., die sich in Auxerre befand. 3 )Ferner Auszüge aus Petronius (Traube, Münchn. Sitzber. 1891,401), derhier zuerst im Mittelalter begegnet, da Becker N. 21 (= Gottlieb N.419)nach Omont erst ins 11. Jahrhundert fällt, und die nächste von mir gefundeneErwähnung einer Hs. erst ca. 1482 stattfindet (Urbino, Gottlieb N. 683) 4 ),ein Umstand, der deutlich beweist, daß Petron zu den seltensten Autorengehört hat. Die Auszüge stehen in Bern. 347 f 357 -f 330 -f Paris. 7665,welche Stücke einst eine einzige Hs. in Auxerre darstellten. Übrigens findensich in dieser Gesamths. auch die erwähnten Pliniusexzerpte; vgl. Usener,Rh. Mus. 22,413 ff., Traube, Neues Archiv 18, 88 Petron. ed. Bücheier p.XI.

2. Kommentare. Heiric erklärte wohl in der Schule Persius undJuvenal, Horaz und Prudentius, und seine Erklärungen wurden wahrschein-lich von Remigius gesammelt und benutzt, wenn sie nicht von Heiric selbstherausgegeben wurden. 6 ) Hingegen ist es nicht wahrscheinlich, daß ereinen Kommentar zu Boethius verfaßt hat. 6 ) Auch hat Heiric keinen Kom-mentar zu Martianus Capella geschrieben, vielmehr stammt Kommentar Iim Paris. 12960 s. IX von dem Iren Dunchad, wie die Aufschrift im Cod.Mus. Brit. Kings libr. 15 A 33 s. IX erweist fiommentum Duncant pontificisHiberniensis quod contulit suis discipulis in monasterio S. Bemigii docens superastrologia Gapelle Varronis Martiani'. 7 ) Dunchad war Lehrer des Remigiusund gehörte jedenfalls zu der Irenkolonie von Laon, wie Johannes Eriugena,dessen Bruder Aldelmus, Martinus von Laon und Martinus der Brite vonSoissons. — Kommentare Heirics zur Logik sind erhalten im Paris. 12949s. IX, 8 ) der vielleicht von Remigius geschrieben ist; 9 ) hier steht f. 24 ff. eineErklärung zu Augustins Kategorien, die sich auch im Paris. 13592f. 50(s. Schepss, NeuesArchivll,127 n. 4) anonym findet. Und f. 12 steht, aller-dings ohne Namen, in jener Hs. ein Kommentar zu Augustins Dialektik,

') Vier kurze Gedichte der Exzerpten- j 12949f.46. SieistnachTraube,NeuesArchiv

Sammlung gab Traube, PL. 3,427f. heraus.

2 ) Welzhofer. Abh. f. W. von Christ

S. 25. G. Kauffmann, De Hygini memoria

18,105 vielleicht von Dunchad. Traube ver-bessert die vier Schlußverse.

7 ) Ueber andere Hss. dieses Werks s.

S. 70 -78.91. I Narducci, Bullet, di bibl. e stör, delle sei.

Heute Paris, nouv. acq. 1615.

■■) Giorn. stör. d. arch. Tose. 7,139 N.441;145,535.

ö ) Siehe Liebl, Die Disticha Cornuti(1888) S.36 ff. Traube, PL. 3,424 n. 3.

6 ) So gehört ihm jedenfalls nicht an dieErklärung zur Uebersetzung des Boethius

von der Eisagoge des Porphyrius im Paris. 20, 13 (PL. 2,186).

matem. e fisiche 14,51 ff.

s ) Cousin, Ouvr. ined. d'Abelard 618 ff.Hauröau, Hist. de la philos. scol. 1,176.Traube, PL. 3,423 n. 10.

9 ) f. 25 b Heiricus magister Bemigii fecithas glossas. Daß solche Erklärungen desLehrers glossae hießen, ergibt Carm. Hrabani