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Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil.
an Leander von Sevilla (MG. Ep. 1, 357) angeführt. Wichtig ist die Be-nutzung des Consentius p. 547, 34 ff. 548, 1 ff., die sich besonders bei denIren Malsachan, Cruindmel und Clemens zeigt. Höchstwahrscheinlich sindp. 544, 14. 27. 35—545, 1, sowie p. 546, 30 f. und 556, 11 ff. die Quaestionesgrammaticae im Bern. 83 benutzt. Für die Anführung aus Lucretius p. 554,6ff.(1, 150—156) benutzte Ermenrich nach Traube (Neues Archiv 18, 664) wohldas Exemplar von Fulda 1 ) (wie Hraban in ep. 2 a, Ep. 5, 383, 30 f.) undnicht das von Murbach. Die Verwünschung Vergils c. 25 p. 563, 29 beginntLinqiiamus, pater, iam linquarnus Maronem cum Sinonte- suo mendacissimumet in Stige pessima palude cum Apolline et musis suis sepultum. Von denBrüdern in St. Gallen erwähnt er c. 27 p. 565, 8 f. Engilpert und Hartmot,20 quid est Winihctrtus nisi ipse Dedalus, vel quis Isenriciis nisi Beseleelsecundus, 25 Amalger, 28 Ratger. Gozbert habe ihn zur metrischen Vitas. Galli aufgefordert (c. 28 p. 566, 33) cum quadam vi. . . Fecissemque fateorin hac re votis satis, si supra dictus dilectus noster in hac petitione aliquantpatientiam habuisset. 2 ) Von sich selbst sagt Ermenrich c. 29 p. 567, 14quia nee poetam nee amusoteron me esse profiteor; diesen seltnen Komparativhat er wohl einem Lexikon entlehnt. Die Entstehungsweise des Briefesp. 568, 3 quod nee in cera vel in tabula h§c expressi, sed sicut in presentibusscedis dietata sunt, ita sunt vobis direeta, ut si forsan coram leeta non pla-euerint, non sit dolor perisse quod constat vile fuisse. Zur Benutzung Theodulfs,Modoins und der Mosella s. die Noten p. 568 f. Griechisch sind in diesemersten Gedichte (p. 569) Vs. 31. 33. 35, vgl. hierzu Bursian, Jahresber. 1,13und Traube, PL. 3, 701 N. 17. In dem Gedicht über die Trinität stammt(p. 572) Vs. 45 8 ) aus einem dem Orientius beigelegten Gedichte Vs. 27(Corp. SS. eccl. 16, 245 De vero verus splendor, de lumine lumen). In demzweiten Gedicht an die Trinität p. 573 vgl. zum Griechischen Vs. 12 f. 20 ff.27. 37. Auch das dritte Gedicht p. 574 bereitet, wie die zwei früheren, aufein poetisches Leben des heiligen Gallus vor; statt dessen erscheint in c. 35eine Prosadarstellung, in der sich der Autor, wie früher, auf abliegendeGebiete verleiten läßt. Erst am Ende p. 576, 8 sagt er Hinc iam Musamdiu inclusam iuvat exclamare, um dann in dem Schlußgedicht zunächst einenCento aus Priscians Periegese und zwar unter Benutzung einer Mischhand-schrift zu geben, dann ein Lob auf Reichenau unter Abt Folcwin zu singenund des Ausonius Preis der Mosel auf den Rhein anzuwenden. Der novusHomerus, von dem am Schluß des Gedichts Vs. 89 ff. die oben berührteGeschichte erzählt wird, ist doch kaum derselbe, von dem es p. 567, 2 heißtHomerum nescio quem novum. Ermenrich aber kennt die metrische VitaS. Galli schon, wie aus c. 28 (Ende) und c. 29 (Anfang) hervorgeht. Er hatnämlich p. 566, 32 ff. von der ungestümen Aufforderung durch Gozbert er-zählt und fährt p. 567, 1 fort: Ad h§c etiam de uno fönte non putavit i )
*) Daraus stammt wohl auch in der metri-schen Vita S. Galli die Form indugredi.
2 ) Est enim tarn ferventis studli ut inuna eademque hora et lac velit mulgare etcaseum praemere, cum nee Borna una die sitcondita, sed neque triticum eo die metitur quoseminatur.
3 ) Vs. 27 stammt aus Aldhelm de laud.virg. 17, Vs. 41 ebendaher 1 u. 36. Im nächstenGedicht p. 573 ist Vs.l aus Aldhelm praef. delaud. virg. 11 genommen; Vs. 9 aus Ausonius2,3,13 (Peiper).
4 ) Nämlich Gozbert; der Ton der Erzäh-lung ist spöttisch.