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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Micon von St. Biquier. 473

oder weniger eng zusammenhängen, s. auch Traube, PL. 3, 273 n. 2 und

Rhein. Mus. 44, 479.

Zar Zeitbestimmung von Micons Florileg dient das poetische Nachwort des ProsawerksPL. 3,295,3 Vs. 3 OctlngenU anni viginti et quinque leguntur Conceptu domini 1 ) caeli tellurisahi/ssi. Zur Anlage s. das Vorwort Micons p. 279, 6 ita ut prius verbum praefigerem, deindeexemplutri verae ostentationis ipsius, posihaec nomen auctoris vel libri.' 1 ) Zu weiteren Stich-worten (mit Dichternamen) s.Traube, Rhein. Mus.44,478f., wo die falsche Auffassung vonA.Riese (daselbst 26, 336) bezüglich Vs. 356 (Sofocles Öratius) berichtigt wird. Die Ver-anlassung zum Florileg war nach Micon (p. 279, 2) cum degeret nobiscum quidam epibata,coepit reprehendere iners verba lectionum nostrarum non tantum de litteris quantum de cor-repüone vel productione quarundam bannitariim (= syllabarum, vgl. Traube, Archiv f. lat.Lex. 6. 266). Die Erweiterungen des Florilegs aus etwas späterer Zeit sind nach Vs. 91 Milodesobriet. 2,794, nach 106 Audradi de fönte vitae 56, als 281 Wandalberti martyrol. 54 undals 310 Milo de S. Amando 1, 71. In alten Katalogen wird das Werk erwähnt in Gorze, Toul,Egmond, Benediktbeuern, Glastonbury und vielleicht in St. Pons de Tomieres. 3 ) Die Haupths.ist Bnixell. 1047010473 s.X (aus Gembloux), andere Hss. sind Bruxell. 1006610077 s.XII,Burnerianus 375 s. XIIXIII, Paris. 1928 s. XI (s. M. Bonnet, Rev. de phil. 18,159), Erlang.178 s. XV. 4 ) Einzige Ausgabe von L. Traube, PL. 3, 279294, vgl.753. Siehe Lach-manns Briefe an Haupt hrsg. von Vahlen S. 186. Ellis, Journal of philol. 22, 9. 5 )

De primis syllabis. Die beiden bekannten Handschriften führen dasWerk verschieden ein, die Brüsseler mit kurzer Prosa, die Rouener mitlängerem Gedicht (52 Verse). Es gehören jedenfalls beide Stücke zu demWerk, so daß das Gedicht vor der Prosavorrede gestanden hat. In demGedicht spricht Micon erst von der Notwendigkeit des Werkes. 6 ) Dochwerde er erst über den Lauf der Sonne und des Mondes, sowie über dieSchwere und das Maß der Himmelskörper sprechen, nachdem er vorherüber die kurzen Silben gehandelt, und dann werde er, wenn ihm der Himmeldas Leben schenke, über die langen Silben sprechen und zwar bei sechsRedeteilen, denn das Nomen und die Interjektion behandle er nicht. Hieraufgeht Micon dazu über, den Inhalt seines Werkes etwas näher zu skizzieren.Ebenso wie am Anfang und am Ende des Gedichts spricht er sich auchin der Prosavorrede über den Zweck seines Werkes aus, nämlich daß esder lernenden Jugend zur richtigen Prosodie behilflich sei. In jenem Prosa-vorwort äußert sich Micon auch darüber, daß er seinen Stoff sowohl ausPriscian wie aus neueren') Quellen entnommen habe. Der Titel der Schriftbestimmt sich nach den Eingangsversen des einleitenden Gedichts als Deprimis syllabis und ist jedenfalls als Gegenstück oder Ergänzung zu Serviusde finalibus geschrieben. s ) Micon beginnt seine Schrift mit der ersten Silbeder Verba, worüber er sehr ausführlich handelt. Dann geht er sehr kurzauf Partizip, Pronomen, Präposition, Adverb und Konjunktion ein, um sichvon da zu den doppelzeitigen Silben im Nomen und Verbum zu wenden.

') Conceptu domini steht im Computus Horaz, Juvenal,Statius,Lucan,Sedulius,Avian

von Dicuil im Valentian. 386 f. 73 und f. 117.

2 ) Gleichzeitig mit dem Vorwort schrieber ein Gedicht ähnlichen Inhalts N. 27 p. 308Iam dudum monitus coepi decerpere versus ...l T t foret accensis suffugium pueris.

3 ) Siehe Manitius, Neues Archiv 32,680.

4 ) ImBerol. lat. 1012 s.XI f. 143 b stehen28 Verse aus dem Florileg.

5 ) Eine spätere prosodische Quantitäts-lelue in Versen (Florileg) steht z.B. im Monac.

und Theodulus. Zur Geltung Micons s.Traube, Archiv f. lat. Lex. 6, 267 und Rhein.Mus. 44, 478 (Benutzung in einem Chelten-hamer Glossar s. XII).

6 ) Vs. 1 Ars cum nulla fuit, nosci qua siß-laba prima Posset, hcc vobis fatiam brevitatevideri.

') Das scheint aber nur Beda zu sein.

s ) Honoratus wird in den Eingangsversen(34) und auch in der Schrift selbst erwähnt

4643 s. XIII f. 129157 (mit 25 Zeilen), im , und einige Stellen aus De finalibus werdenganzen 1412 Verse oder Versteile aus Vergil, | hier angeführt.