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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Clemens Scottus.

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dementem in GdlUa residere praecepit eui et pueros nobilissimos mediocres et infimos satismultos commendavit. Ratgar von Fulda sandte den Modestus (Reccheo) zu ihm, s. Catal. abb.Fuld. (MG. SS. 13, 272, 24) Eo qiwqm tempore Hrabanum et Hatton Turonis direxit ad Al-oinum magistrum liberales discendi gratia artes .. . Modestum cum alüs ad dementem Scottumqrammaticam studendi. In dem Widmungsgedicht an Lothar (MG. PL. 2, 670) heißt es 1Pauca tibi, Caesar, de multls, magne HlotJiari, Iure tuus Clemens saepe legenda dedi, Caeteraquo valeas per te penetrare sophiae ... 9 Sic tuus eximius crescet dum sensus et aetas, Dog-matil distribuam tunc potiora tibi. In einem Gedicht 1 ) an den jungen Prudentius (vor 817,PL. 1,580) heißt es 54 Artibus in cunctis ingeniosa viget: Maxime dementem, merito quinomine tali Ornatus claret et pietate pröbus. Und Ermold erzählt bei der Messe, die nachder Taufe des Dänenkönigs Harald abgehalten wurde (826, PL. 2, 69) 4, 403 Turba sacer-dotum Clementis dogmate constat Levitaeque micant ordine namque pii; damals war alsoClemens noch am Leben.

Grammatische Schriften. DasWidmungsgedicht im Bamberg. M.V. 18

f. 70b schließt den Zweifel an der Echtheit der vorhergehenden grammatischen

Schriften aus. Die eigentliche Ars schließt schon f. 54a mit der Wid-

____ SS c c c ~. s

mung CG P A HL FI) HU IM, was nach Steinmeyer (Die AlthochdeutschenGlossen 4,539) bedeutet Clemens grammaticiis principi augustissimo Hlotariofilio domni Hludowici imperatoris. Da sich diese Widmung unmittelbar andie Ars anschließt, so war diese wohl allein das Werk, das Clemens anLothar sandte, und der Ordner des Nachlasses von Clemens hat das Ge-dicht an das Ende des Ganzen gestellt.

Die Ars selbst beginnt wie gewöhnlich mit Abschnitten über die Stimme,Buchstaben und Silben und gibt dann zu Donats Auslassungen über dieacht Redeteile Erklärungen in katechetischer Form, die hauptsächlich ausPriscian stammen. Doch werden außerdem Cominian (d. h. Charisius), Dio-medes, Consentius, 2 ) Servius, Sergius, 3 ) Pompeius, Augustin, Papirian, Vir-gilius Maro, Isidor und Maximus Victorinus benutzt, also ein ziemlich reich-haltiger Quellenkomplex, der doch bedeutend größer ist als der des Petrusoder gar des Alchvine; es ist wohl anzunehmen, daß wir hier etwa denUmfang der grammatischen Abteilung der Hofbibliothek vor uns haben.Neben der Ars findet sich ein Abschnitt über die Versfüße, der aus MalliusTheodorus und Terentianus Maurus genommen ist. Den Beschluß bildetein längerer Traktat Incipiunt panca de barbarismis collecta de multis. Erist natürlich ganz nach Donat gearbeitet, aber es sind viele Stellen ausden schon oben genannten Grammatikern 4 ) und aus Caper hineinverflochten,und Clemens hat auch eigne Zutaten gemacht, die freilich oft recht zweifel-hafter Natur sind. Auch die Belegstellen sind zuweilen von ihm vermehrtworden, wie er denn zwei Verse aus Sisebuts Gedicht an Isidor anführt.Diese grammatischen Schriften sind daher nicht an sich von Wert, wohl

l ) Dort wird auch der Lehrer an der Hof-schule Thomas genannt, an den Walahfridein Gedicht (Carm.36, PL. 2,387) richtete undvon dem Sigebert Script, eccl. 133 (ed.Mir aeusp. 150) sagt Thomas scripsit ad Hildvinum do-minum suum librum aenigmatum, brevem qui-dem sed plenum veritatis et elegant iae, in quoinducit matrem sapientiam et Septem filias einsquae sunt Septem liberales artes, per proso-popoeiam exprimentes totam suam convenien-ticim. Diese Rätsel hatten danach wohl alsVorbild die Aenigmata Bonifatii erwählt. Vgl.

Diimmler, Neues Archiv 26, 567.

2 ) Vgl. Keil, GL. 5, 332.

3 ) Unbekannte Stellen aus ihm s. H a g e n,Anecd. p.CXCIIIff.

4 ) Zu Maximian (= Maximus Victorinus)s. Hagen, Anecd. Helv. p. COLI f. (im Bern.123 f. la und 8 a), zu Papirianus (hier Pape-rinus) s. ib.CCLII (Bern. 123 f. 5 a und 12 a);Hagen weist vom letzteren zwei Zitate nach,während K e i 1, De grammaticis quibusdam etc.(Erlangen 1868) p. 15 nur eines kannte.