Petrus von Pisa.
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entlehnt und gegen die er gelegentlich polemisiert, nämlich Probus, 1 ) Sergius,Augustin, Cominian, 2 ) Priscian und Virgilius Maro, dem er gleich im Ein-gang zwei größere Stücke entlehnt. Außerdem ist Asper benutzt, cf. Hagenp.XCVIII und 170,15, Donat aber in einer dem Paris. Sangerm. 1180 nahe-kommenden Überlieferung. Nun ist jedoch für die Beurteilung des ganzenWerkes wichtig, daß in einer im Bern. 207 s. IX — X f. 112 a—127 b anonymüberlieferten Ars ein Stück des Pronomen, ferner das Adverb, Partizip, dieKonjunktion und der größere Teil über die Präpositionen fast wörtlich mitdem Werk des Petrus übereinstimmen, so daß die späteren Teile jener Arseine Handschrift des Petrus abgeben. Merkwürdigerweise steht aber auchdie Grammatik des Petrus selbst auch im Bern. 207 und zwar f. 148 a—168 a,allerdings ohne die kleinen Traktate De littera, die Hagen, Anecd. p. XXXIXaus Bern. 522 f. 1—3 aufführt. Danach ist es wahrscheinlich, was Hagenp.XXVII näher begründet, daß Petrus und die Ars im Bern. 207 f. 112a—127baus derselben ziemlich reichhaltigen Quelle geschöpft haben, die verloren ist.
Die älteste urkundliche Bezeugung der Grammatik des Petrus findetsich in Reichenau 821 (B. 6, 403) Item Donati et Pompei et Petri in vol. I(= 33, 96 Item [Donati} et Pompei et Petri in vol. I), dann s. X in Reichenau(B. 33, 93) Item Donati et Isidori de octo partibus, P\j-isciani de partibus]dedinabilibus, ars m[inor] Petri (= 6, 402, wo aber Petri ausgelassen istund noch einige weitere Werke erwähnt werden, so daß die Hs. im Jahr 821umfangreicher gewesen sein muß als s. X). Noch einmal wird das Werks. XV in Canterbury St. Augustin erwähnt (James, The anc. lib. of. Cant.and Dover p. 361) 1414 Smaragdus de gramatica et in eodem übro commentumPetri gramatici in quatemo. Mit der Reichenauer Überlieferung stimmt dieeinzige Hs., die das Werk vollständig mit dem Gedicht besitzt, 3 ) nämlichBern. 522 s. IX — X aus Rheims, geschrieben von Adalaldus (Adeloldus), 4 )vgl. Hagen p. XXXVIII. Es liegt nahe, bei diesem Schreiber an die alteAufschrift aus St. Gallen s. IX (B. 22, 413) Grammatica Adaloldi zu denken,doch müßte hierfür das Alter von Bern. 522 und Sangall. 728 erst genaubestimmt werden; allerdings folgt in beiden Hss. Donat und im Sangal-lensis Erchanbert, während im Bern. f. 89—91b 5 ) ein unbekannter Donat-kommentar steht.
Das Werk des Petrus ist ohne Kenntnis der Grammatik des Bonifatiushauptsächlich für die Schule geschrieben, deren Bedürfnissen es in allerdingsoft sehr einfachen Formen entgegenkommt, wie folgende Analyse zeigt, zu
J ) Nach Hagen p. XLVII ist die Stelle(p.165,16) aus Ponipeius bei Keil, GL. 5,200,12. 25 f., woher (p. 95, 8 ff.) auch p.161,25 ff. stammt.
2 ) Die betreffende Stelle p. 167, 6 ff. stehtaber nicht bei Charisius und daher statuiertHagen p. CLXII, daß die Quelle des Petrussich auf den wirklichen Cominian stützte,weil Donat p.B85, 26 und nach ihm Sergiusp. 439,1 und 22 ähnliches bringen wie dasCominianzitat bei Petrus. Cominian wird inkarolingischer Zeit noch genannt, nämlich inYork (Alcuin. de SS. Euboric. eccl.1556) undin St.Riquier (Traube, PL. 3, 266 N. 6). Be-
nutzt wird er außerdem von Amalarius (Migne105, 1274 D).
3 ) Beide bringen es in Verbindung mitDonat.
4 ) Adalaldus steht im Bern. 522 f.lb—2aund 36b—37a, Adeloldus f. 12b—13a und28 b—29 a.
5 ) Bern. 522 ist allerdings unvollständigund es könnte hinter dem unbekannten Kom-mentar, der ziemlich kurz ist (s. H a g en, Anecd.p.XXXIX undKeil,GL.5, 527 adn.) und viel-leicht im St. Caller Katalog nicht erwähntwurde, Erchanbert gestanden haben.