Paulus Albarus. Eulogius.
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Merkwürdig ist, daß Albar sehr häufig den Donat anführt, besondersin dem großen Briefe an Johannes (ep. 4, 6. 8. 10); allerdings wird hier, wiesonst bei Albar, Donat stets als der Grammatiker *m' l%oyj]v gebraucht,und wenn man nicht annehmen will, daß Albar hiermit überhaupt jedeGrammatik bezeichnet, so wäre damit die Geltung Donats als Schul-grammatiker auch für Spanien erwiesen. An manchen Stellen gibt sichAlbar als Feind der Artes liberales zu erkennen, obwohl er dabei mit allermöglichen Gelehrsamkeit prunkt, ganz besonders im letztenBriefe an Johannesep. 5, 4 p. 133, wo dem Wort Joh. 1, 1 Plato, Tullius, Demosthenes, Aristotelesund Chrysipp entgegengestellt werden und dann alle sieben freien Künstein ihrer Nichtigkeit erscheinen; 1 ) so nennt er auch Vergils Dichtung (4,10p. 108) errores sordesve. Und doch muß ihm das Altertum nicht selten zumBeweise von Tugenden und hervorragenden Eigenschaften dienen, wie beiden Erzählungen von Antisthenes und Diogenes 3, 8 p. 100 und 4, 35 p. 128.Übrigens führt er aus der Literatur seines Heimatlandes mehrere Schriftstelleran, nämlich den Presbyter Beatus, der mit Etherius zusammen zwei Bücherde adoptione Christi filii dei gegen Elipandus' Häresie schrieb, in ep. 1, 5und 7 und 4, 34 2 ) (p. 84 f. und 127 ed. Florez), vgl. 4, 24 p. 120. Fernereinen andern Zeitgenossen und Gegner des Elipandus, der ebenfalls gegenden Adoptianismus schrieb, wie aus 4, 29 p. 124 hervorgeht Illud veroYuicentii 3 ) nostri dictum ... Reprehendis Vincentium de proprietafe personaeflu optime sentientem und aus 1,13 p.88 Unde et noster nunc doctor Vin-centhis implorando taliter dicit. Weiter gehört in diese Umgebung der KlerikerBasiliscus, dessen Gegnerschaft zu Elipandus Albar 4, 28 p. 123 bezeugtAudi quid Basiliscus Ellpando dlcat; es ist 4 ) wahrscheinlich der Gesandtedes Königs Alfons, den dieser im Jahre 798 mit dem Bischof Froyla anKarl den Großen schickte. 5 ) Völlig unbekannt aber scheint ein weitererZeitgenosse und Feind des Elipandus, der Bischof Teudula (oder Teudila?)zu sein, aus dessen Schriften Albar ep. 4, 27 p. 123 einen Satz zitiert mitder Einführung vester nunc requisitus episcopus Teudula.
Gedichte. Die meisten der inhaltlich wenig bedeutenden Gedichte— sie gehören mit Ausnahme des Hymnus auf Eulogius zur Kunstpoesieund der Dichter betont öfters mit Stolz ihren metrischen Charakter 6 ) —schließen sich eng an die Dichtweise des Eugenius an und erborgen ausdessen Poesie nicht wenig Bilder und Gedanken. Die beiden ersten besingenin wenig geschickter Weise die Nachtigall und haben mehrere Wieder-holungen aufzuweisen, das vierte handelt, mit einer Einleitung über Tier-stimmen, gleichfalls von der Nachtigall und preist die Schönheit des Pfauen.Im sechsten Stück wird die Schönheit der Blumen eines Gartens mit glänzen-den Edelsteinen verglichen. N. 7 und 8 führen den alternden Albar vor,der hier Gott um Kraft bittet, um sein Lob zu singen, daß er von Krank-
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') Aehnlich ist die Stelle 14,2 p. 171, woThucydides, Sallust, ja sogar Demosthenesund Aeschines genannt werden.
2 ) Er sagt hier maxhneque pene temporisnostri Beati Libanensis presbyteri.
3 ) lieber Vincentius vgl. Florez, Esp.sagr. 11, 5 f.
4 ) Nach G-omez Bravo hei Florez,Esp. sagr. 11, 6.
5 ) Annal.regniEranc.798ed.Kurzep.104Hadefonsus rex... regiper legatos suosFroiamet Basiliswm hiemis tempore misif.
6 ) Vgl. 4, 20 ff. 7,12 und die Aufschriftenvon 8 und 11, sowie 9,150 und 12, 8.