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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil.

bell. civ. 2, 54 (allerdings auch bei Isidor Et. 9, 2, 89).') Mit einer Stelle aus Hieronymus undscharfer Zurückweisung der Vorwürfe schliefst Albar das kurze Schreiben; vgl. zu dem Brief-wechsel Baudissin, Eulogius und Alvar S. 7783, und Traube, Rhein. Mus. 39, 477. Zun,Briefwechsel mit Johann von Sevilla vgl. Baudissin S. 6570. Die Briefe an Johannes(N. 3 und 6 sind an Albar gerichtet) sind N. 16 (Florez p. 81146). Zur Christenverfolgungs. Baudissin S. 99156. Der Indiculus luminosus bei Elorez p. 219275; Versprecheneines zweiten Buches s. 1 p. 222 in secundo huius operis libro maiorum firmavit 2 ) anctoritas,11 p. 237 quod in secundo libro ... comprobabo, 21 p. 248 in secundo libello doctorum sententiascongregemus. Zur Abfassungszeit s. 21 p. 250 Siquidem in hoc incarnationis domini annooctingentesimo quinquagesimo quarto et era quae currit octingentesima nonagesima secundaanni. Daß er ein Werk gegen den Islam schreiben wollte, ergibt 24 p. 254 Quae omnia inalio opere enucleatius et limatiori invectione si deus vitam concesserit disseremus. Zum Todedes Eulogius Vita Eulog. 5,15 col. 716 f. Die von Eulogius mitgebrachten Autoren sind Vergil,Juvenal, Horaz, Porfirius, Aldhelm, Avian et hymnorum catholicorum ftdgida cavmina. ZurKonfession s. Plorez p. 32 und Baudissin S. 164 ff. Zu den Jugendgedichten Albars undEulogius' s.Vita Eulog. 1,2 col. 708 B et rithmicis versibus nos laudibus mulcebumus ... itaut volumina conderemus quae postea aetas matura abluenda, ne in posteros remanerent, de-crevit. 3 ) Zur Beschäftigung mit Metrik s. Vita Eulog. 2, 4 col. 709 C Ibi metricos, quos adhncnesciebant sapientes Hispaniae, pedes perfectissime docuit nobisque post egressionem suamostendit.

Indiculus luminosus. Die Schrift ist für die spanischen Verhält-nisse der Zeit, die von den fränkischen weitab liegen, ungemein wichtigund verdiente eine kritische Ausgabe. Einen bedeutenden Teil 4 ) nehmenAuseinandersetzungen über den Antichrist nach Daniel und nach Hiob ein,letztere sind aus Gregor geschöpft. 5 ) Nämlich Daniels Weissagung vomvierten Tier wird auf Mahomed bezogen und auf denselben wird die Schilderungdes Behemoth und des Leviathan gedeutet. Dabei wird mit der Bibelerklärungsehr willkürlich umgesprungen, die fränkischen Gelehrten wären damit jeden-falls nicht einverstanden gewesen. Albar zeigt in dem Werke' mehrfachKenntnis des Arabischen, sie tritt besonders Kap. 25 stark hervor, 6 ) wodie arabischen Religionsgebräuche verspottet werden und wo auch auf dieVerschiedenheit des Arabischen vom Hebräisch aufmerksam gemacht wird. 7 )Die Schrift scheint mit Ausnahme der Benutzung Gregors (außerdem desHieronymus und des Theodotion, s. Kap. 25) ziemlich selbständig zu sein,wenn nicht spanische, verlorne Quellen darin verwendet wurden.

Briefe. Von ep. 20 und der darin enthaltenen Mosaikarbeit ist schonoben die Rede gewesen. Es erübrigt, die andern Stücke auf ihre Benutzungälterer Literatur hin anzusehen. Von christlichen Autoren werden benutztOrigenes, Athanasius, Ambrosius, Hieronymus, Augustin, Leo, Eucherius,Fulgentius, Cassian, Claudianus Mamertus (5, 7 p. 136), Gregor und Isidor,zudem Josephus und Hegesippus, von den Dichtern Juvencus (4, 10 p. 108),Sedulius (4, 10 p. 109) und Arator (18, 14 p. 205). Von Vergil wird einigesangeführt (4, 10 p. 108), zwei Verse aus Persius erscheinen 18, 14 (p. 205). 8 )

') Interessant ist der Vergleich antikerliterarischer Dinge mit christlichen ep. 14, 2(Plorez p. 171 f.).

-) Soviel als firmabit.

s ) Vgl. hierzu Traube, PL. 3,122.

4 ) Nämlich Kap. 2131.

5 ) Vgl. 31 (Plorez p. 268) und den Be-ginn von 32 (p. 270).

6 ) Außerdem c. 23 (Plorez p. 252) alkau-feit idem impudicus nominavit; c. 28 p. 261

Omultitudo daemonum et omnium quodarabicedicitur lemahascar algen.

7 ) Plorez p. 255 et propter linguae Ara-bicae diversitatem quae parumper in pleris-que nominibus ab hebraico discrepat.

8 ) Sie werden von Isidor nicht angeführt,aber Albar wird sie aus Hieron. ep. 54 ge-nommen haben, wie Traube, PL. 3. 128 an-nimmt.