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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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416 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil.

für die Beantwortung der Frage non in figura sed in veritate isla fieri dieVäter heran, ohne aber die Selbständigkeit in der Beweisführung auf-zugeben. Benutzt wurde die Schrift im 10. Jahrhundert von dem anonymenVerfasser 1 ) von De corpore et sanguine domini, s. Migne 139,179D. Da-gegen hielt man sie auf dem Konzil von Vercelli (1050) als von JohannesScottus ausgegangen, demgemäß sie verbrannt wurde. Zusammenfassungdes Resultats in Kap. 97 (Migne 121.169A) evidentissime monstratvm est quodpanis qui corpus Christi et calix qui sanguis Christi appellatur figurct sit,quia mysterium, et quod non parva differentia sit inter corpus quod permysterium existit et corpus quod passum est... 98 At in isto quod per mysteriumgeritur figura est non solum proprii corporis Christi verum etiam credentisin Christum populi.

Zum Vorhandensein in Lobbes s. oben; die Hs. von Lobbes ist Gent univ. 909 s. X in.,außerdem im Heidelberg. Sal. IX.20 s. XIXII (wohl Abschrift aus Lobbes) und im Autis-siodor. 25 s. X (aus Pontigny). Erwähnt wird das Werk in zwei Literaturgeschichten desMittelalters, nämlich bei Sigebert (s. oben) und im Anon. Mellicensis c. 47 (ed. 72 Ettl.). deres aber nicht gelesen hat und nur mit einer gewissen Scheu von der Lektüre spricht. 2 )Ausgabe: Migne 121, 125170, der Brief an Karl auch Ep. 6, 151 ff.

Zum Streit mit den Griechen und zur Schrift Contra Graecorumopposita s. den Brief Nicolaus I. Jaffe, Regesta pontif. Rom. N. 2179, denBrief Hincmars an Odo von Beauvais Migne 126,93 f. vom 29. Dezember 867,sowie Annal. Bertin. 867 (p.89 ed.Waitz) und Flodoard hist. Rem. eccl. 3,21(MG. SS. 13,516f.). Die Schrift des Aeneas von Paris Adversus Graecos stehtbei Migne 121,685 ff. mit dem Briefe des Bischofs an seine Geistlichkeit; siesetzt sich vom Anfang an bis zum vorletzten Kapitel aus andern Schriftenzusammen, unter denen sich einige seltene befinden. Die angeführten Schrift-steller und Werke sind: Athanasius, Origenes, Cyrill, Proclus(c. 75); Hilarius,Ambrosius, Hieronymus, Augustin, Faustinus 3 ) (c. 176, homiliatico sermone),Prudentius, Leo, Prosper, Gelasius. Fulgentius. Hormisda, Cassiodor, Agnel-lus 4 ) (c. 76, epistola ad \_Ar~\menium), Gregor, 6 ) Isidor, Alchvine, außerdemder Liber pontificalis sowieDekretalen und Konzilsakten. Das Werk Ratramshat keine Widmung; das Schlußwort, das sich an die Bischöfe richtet, heißt(Migne 121,346 B) Egim.us velut potuimus respondentes ad ea quae nobis scriptamisistis. Quae si placuerint, deo gratias agimus, sin vero displicuerint, vestraecorrectionis censuram praestolamur.

Im 12. Jahrh. besaß man dies wichtige Werk in Corbie, s. B. 79, 268 Ramtranni monachicontra opposita Grrecorum. Hss. waren und sind ganz selten. Nach einem Thuaneus gab

') Dort heißt es Contra quem satis ar-gumentantur et Rabanus . . . et Ratramnusquidam in libro composito ad Karolum regemdicentes esse aliam. Diese Schrift wird vonHauck 3,320 n. 3 sowohl Gerbert als He-riger abgesprochen, doch für einen Deutschenin Anspruch genommen.

2 ) Ratramnus vir doctus scribit libellumcuidam prineipi de corpore et sanguine do-mini, a cuius libelli interim laude cessamus,donec perlecto eo si forte ad manum venera,an sane et katholice fidei concordet agnos-camus.

3 ) Faustin erscheint in den alten Kata-logen nur in Fulda s. XII (B. 128,15) homiliaeFaustini.

4 ) In alten Katalogen erscheint dieserZeitgenosse Justinians nur zu Nonantola s. XII(B. 101, 52) und in der Sorbonne s. XIV (De-lisle, Le cab. des mscr. 3,97 als R. f.).

6 ) Migne 121, 757 A bis 758 A wird derBrief aus Gregors Registrum 9, 26 wörtlicliaufgenommen (MG. Ep. 2, 59 f.). Er findetsich im Registrum Hadrianum und die Ab-weichungen sind sehr unbedeutend.