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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Radbert von Corbie. Engelmodus von Soissons. 411

habe ich leider Philol. 52, 550 und 61, 456 übersehen), desgleichen für Cicero(sowie Traube p. 42). Zu Seneca vgl. die Noten von Dümmler (der im Epit.Arsen, p. 20 f. benutzte Ludus de morte Claudii findet sich in älterer Zeitnur in St. Amand s. XII (Mangeart, Catal. descr. etc. p. 32 IST. 17) cum ludoipsius de morte Claudii Neronis = Delisle, Le cab. 2, 449 ff. N. 190). Zu denDisticha Catonis vgl. Simson, Neues Archiv 27, 291, 23, zu Statius Epit.Arsenii p. 25 n. 3. Zu Juvencus s. Expos, in Matth. 2, 2 col. 127 B und 11,14col. 814B; zu Sedulius De corp. et sang. 1, 1 col. 1268 C; zu Fortunat VitaAdalh. 5 col. 1510 B, Dümmler, Neues Archiv 4, 303, Manitius, Wiener Sitz-ber. 121, VII, 2; zu Ausonius Simson, Rhein. Mus. 41, 638; zu EnnodiusMG. Ep. 6, 147, 33 und n. 3; zu Fulgentius Ep. 6, 134 n. 1; zu BoethiusEp.6,136, 23 ff., Migne 120,1103 B 1523 C; zu Beda Traube p. 42 und n. 5,Ep. 6,137, 20 f. und n. 4. Tertullian wird angeführt Vita Adalh. 33 col. 1526 D,die Irenäusübersetzung col.307 CD und 1376D (im Gegensatz zu Ambrosius).Zu erwähnen ist noch, daß sich Dedikationsverse von Radbert auf eineMarienkirche in der Gedichtsammlung von St. Riquier erhalten haben, s.PL. 3, 330 N. 91, und daß Radbert dem Micon nicht freundlich gesinnt war,| wie sich aus Carm. Centul. 85, 1722 (PL. 3, 328) ergibt.

Anhang: Engelmodus von Soissons.

Engelmodus, Presbyter in Corbie, wurde 862 nach der Absetzung Rot-hads von Soissons zum Bischof in dieser Stadt erhoben. Doch ist er schoneher gestorben, als Papst Nicolaus I. die Wiedereinsetzung Rothads ver-fügte, d. h. vor Ende 864 oder Anfang 865. Von ihm haben sich drei Ge-dichte erhalten. Das erste Gedicht ist an einen Agius, wahrscheinlichBischof von Orleans (843867) gerichtet und beginnt mit einer Ansprachean den Brief, wie einige Gedichte von Alchvine und Angilbert sowie vonPetrus und Paulus eine solche Apostrophe zeigen. Agius selbst wird dannan Beredsamkeit mit Tullius, an Geistesschärfe mit Plato verglichen; aller-dings haben ihm die ernsten Gedichte, die ihm Engelmod geschickt, nichtgefallen, doch nur ein törichtes Herz verlange nach leichten Gebilden derDichtkunst. Und er wisse, daß Agius seine Freunde mehr auf den Höhendes Lebens suche, doch möge er auch mit ihm fürlieb nehmen, wie einstdem Löwen die Freundschaft der Maus genützt habe. 1 ) Im zweiten Gedichtwendet sich Engelmod an einen Bischof von hoher Abkunft und ernstemLebenswandel und preist mit vielen Worten dessen hohe Verdienste; er bittetihn seiner eingedenk zu sein, trotzdem er in großer Entfernung von ihm lebe.Mit derselben Unterwürfigkeit und Demut naht sich Engelmodus im drittenGedicht dem Abt Radbert von Corbie, der in allen Tonarten erhoben wirdund dessen Werk De fide et spe der Dichter Vs. 142 ff. preist. Am Schlußwird der Abt gebeten, beim jüngsten Gericht für den Dichter hilfreicheinzustehen. Diese drei Gedichte besitzen eine merkwürdig dunkle und oftgesuchte Sprache und zeichnen sich durch ihre überallher geholten Bilderaus, die jedoch nicht dazu beitragen, den Inhalt verständlicher zu machen.Die zwei ersten Gedichte scheinen die frühesten in der Form der Elegie

') Ygl. Traube 3, 58 Vs. 1031 und Note.