Amalarius.
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des Florus besprochen wird (abgedruckt aus Sangall. 681 S. 235 ff.); Sahre S. XXXVI ff.Besonders heftig ist des Florus Brief MG. Ep. 5, 267 N. 13, wo p. 268, 14—27 die SchriftenAmalars stark angegriffen werden. Zur Synode von Kiersi s. Sahre S. XL und Mönche-meier S. 43 ff., daselbst S. 54 ff. über Agobards Reaktion. Zur Teilnahme Amalars an Gode-scalcs Sache s. den Liber de tribus epistolis 39 (Migne 121,1052 A) und daselbst 40 (1054B C),wo von der großen Verbreitung seiner Schriften und Lehren die Rede ist 1 ) und es heißtquam omnia scripta eius sattem post mortem ipsius debuerint igne consumi; danach war erdamals schon tot. Zum Aufenthalt in St. Arnulf s. Mönchemeier S. 64, Sahre S. XLII.
Versus marini. So bezeichnet Amalar selbst im Briefe an Petrus ep. 5p. 246, 33 sein Gedicht, das er nach Vs. 78 und 80 nach Karls Tode verfaßthat. Das Gedicht von 80 Versen ist dem Petrus von Nonantola gewidmetund schildert zuerst in allerdings fast unverständlichen Worten die stürmischeHinfahrt über Dyrrachium, wobei einer der Genossen, Gregor, ungemein vonden Unbilden des Wetters zu leiden hat. Dann geht der Dichter zu demAufenthalt in Konstantinopel über, wobei er leider nur von dem engenGewahrsam spricht, in dem sich die Gesandtschaft befand, und einen äußerstkurz gehaltenen Bericht über eine Audienz bei Leo V. gibt. Auch bei derRückfahrt gibt es wieder Stürme, und am meisten scheint sich der Mit-gesandte Peter gefürchtet zu haben, an den Amalar eine scherzhafte An-sprache hält. Endlich gelangen sie nach Italien zurück und werden zuNonantola unter Freudentränen aufgenommen. Und am Schluß begrüßt derBischof den Abt aus der Ferne und trauert mit ihm über den Tod Karlsdes Großen. Ein schwerer verständliches Gedicht 2 ) läßt sich in der karo-lingischen Poesie kaum finden, dem Dichter scheint es nicht nur an Klarheitüber die Bedeutung mancher von ihm gebrauchten Worte zu fehlen, sondernder Ausdruck selbst läßt große Mängel erkennen. Erwähnt wird das Schrift-chen nur von Hermann von Reichenau.
Herimanni chron.813 (MG. SS. 5,102) Karolus Imperator Amalharium Treverensem archi-episcopum et Petrum Nonantulannm abbatem Constantinopolim misit, Quorum odoporicum itemscriptum habetur. Das Gedicht ist erhalten im Monac, 13581 s. IX und Turic. pagi C 102 s.X.Ausgaben: Frobenius, Alcuini opera2,525; Jaffe, Bibl. rer. Germ.4,426; besonders Dumm -ler, PL. 1, 426, vgl. 2, 694. Neue kritische Ausgabe mit Erklärung wäre sehr notwendig.
De ecclesiasticis officiis. Das Werk hat im Mittelalter eine großeVerbreitung gehabt, wie sich aus den zahlreichen Aufschriften in altenKatalogen (s. Becker p. 305 s ) außerdem in Lobbes und Massay s. XI, inAngers, Limoges und Maillezais s. XII, in St. Pons de Tomieres s. XIII,Konstanz s. XIV) und den Hss. ergibt. Außerdem spricht dafür die umfäng-liche Benutzung durch die späteren liturgischen Schriftsteller, nämlich durchden Verfasser der Schrift De divinis officiis, die wohl an Helperich gerichtetist, und durch den Redactor des Ordo Romanus vulgatus, im 11. Jalrrhundertdurch Berno von Reichenau und Bernold von Konstanz, später durch Rupertvon Deutz, Honorius Augustodunensis, Robert Paululus von Amiens undWilhelm Durandus; außerdem brachte Wilhelm von Malmesbury das Werkin einen Auszug. Vgl. hierzu Mönchemeier S. 204—229. 4 )
') Amalarium . . . qui et verbis et librissuis . . . omnes pene apud Franciam ecclesiaset nonnullas etiatn aliarum regionum . . . in-fecit atque corrupit.
2 ) Zuweilen gebraucht Amalar griechischeWorte und es könnte scheinen, daß er, dernach dem Osten als Gesandter ging, griechischverstand. Aber er wird wohl von griechisch
sprechenden Mönchen begleitet gewesen sein.Auch Sahre S. XLVIII leugnet griechischeKenntnisse bei ihm. In den Versus marini 5.46. 62 griechische Wörter.
3 ) Hierzu kommt Cremona B. 36, 93 undToul B. 68,128.
4 ) DasvonMabillon,Veteraanal.93 100abgedruckte Supplement zu Buch IV De re-