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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil.

die meisten liturgischen Schriftsteller der späteren Zeit haben seine Werkereichlich benutzt.

Zeugnisse. Die vorstehenden Angaben sind unter der Voraussetzung gemacht, di_Amalar von Trier und Amalar von Metz identisch sind, wie G. Morin, Rev. Bened. 1891,433und 1892,337 als wahrscheinlich hingestellt hat. Hiergegen sind allerdings R. Sahre(DerLiturgiker Amalarius, Dresden 1893, S.VI XXIX), R. Mönchemeier (Amalar von Metz. !Sein Leben u. seine Schriften, Münster 1893, S. 1525) und endlich Hauck 2, 180 n. 6 auf-getreten, s. aber Dümmler, MG. Ep. 5, 240 f.; Mönchemeier S. 19 ff. hält den Metzer 1Amalar für den auf der Pariser Synode 825 anwesenden gleichnamigen Bischof, Hauckgibt die Briefe 17 (Ep. 5, 242 ff.) dem Bischof, 811 (p. 259 ff.) dem Schriftsteller Amalar.Sigebert de scr. eccl. 87 (ed. Miraeus p. 144) nennt den Schriftsteller Mönch, 1 ) der Anon.Mellicensis c. 71 (ed. Ettlinger p. 79) nennt ihn Trevirorum archiepiscopus, ebenso die GestaTreverorum c. 25 (MG. SS. 8, 163); Ädemar von Chabannes spricht von ihm als von eineman der Reformsynode zu Aachen 817 teilnehmenden Amalarius diaconus. Amalar selbstlegt sich in seinen Briefen nirgends einen Titel bei. Die Gesta Treverorum nennen ihnübrigens Hamularins Fortunatus, ebenso der Trevir. 88 s. XI, der aber nur eine vollständigereRezension des pseudoalcuinischen Traktats De divinis officiis bietet; der Paris. 2400 s. XInennt ihn Simphosius Amalarius (Delisle in den Not. et Extr. 35, 296). Zum Unterricht beiAlchvine de ord. antiph. 58 (Migne 105, 1303 C) Autlivi 'Mos canere in isto ordine, quandoviclebar puer esse ante Albinum doctissimum magistrum . . . Cuius auctoritate delectatus acfretuspostquam übertäte usus sum canendi und de eccl. off. 4, 17 (Migne 105, 1198 A) audrncantari in vigiliis Paschae in ecclesia Turonensi. Zum Bistum s. Gesta Trever. 25 (SS. 8,163)post quem Hamularins Fortunatus cardinalis Romanus (?) qui librum officiorum conscripsit;in einem Buch, das er schreiben ließ, steht Amalheri episcopus civitatis Treforensis, vgl.Vita Anskarii 12 (rec. Waitz p. 33) und Plodoard bist. Rem. eccl. 2, 18 (MG. SS. 13, 466). 2 )

Karls Rundschreiben über die Taufe s. Amal. epist. 1 (Ep. 5, 242), mit Amalars Be-antwortung (ep. 2) aus Turic. pagi C 102 s. X, die letztere auch im Sangall. 446 s. X undVat. reg. 284 s. X. Karls Dankschreiben für die Abhandlung über die Taufe ist ep. 4 ausTuric. pagi C 102 s. X. Zur Weihung der Hamburger Kirche Vita Anskarii 12 (p. 33) primi-tivam etiam ibi eeclesiam per quendam episcopum Qalliae Amalharium nomine consecrarifecit. Zur Konsekration Prothars s. Plodoard hist. Rem. eccl. 2,18 (MG. SS. 13, 466). Zur Sen-dung nach Konstantinopel s. Ann. regni Pranc. 813 (p. 137 ed. Kurze), zur Rückgesandtschaft814 p. 140; Karls Brief MG. Ep. 4, 536, zum Gedicht s. unten. Die Bitte Peters von Nonan-tola um illum expositionis codicem quem dictante spiritu sancto corde tuo in itinere markexposuisti 3 ) und um die Schrift über die Taufe s. ep. 4 (Ep. 5, 245), den Begleitbrief Amalarszu der Sendung s. ep. 5 p. 245 f., beide aus Turic. pagi C 102 s. X (in N. 5 p. 246, 34 erwähntcum versibus quibusdam marinis).

Die sehr ausführliche Bitte an Hildvin ep. 6 p. 245 (mit starker Benutzung der Historiatripartita, Isidors Etymologien, Bedas und eines Briefes von Alchvine)') aus Einsidl. 168 s. Xmit dem Lemma Epistula Amalherii abbatis. Der Widmungsbrief des Werkes De ecclesiasticisofficiis ist ep. 7 p. 257 f.; hier heißt es p. 258,1 Praeterita proxima aestate videbatur mihiquasi in cripta posito fenestratim lucis scintillas radiäre usque ad nostram parvitatem de requam desiderabam longa esurie avidus . . . ilico . . . scripsi quod sensi. Die Reise nach Romergibt sich aus De ord. antiphonarii 58 (Migne 105, 1303 C) Post hoc veniens Hörnern annoab incarnatione domini octingentesimo tricesimo primo indictione nona b ) und aus dem Vor-wort zur zweiten Ausgabe des Offizienwerkes (Migne 105, 987 C) Postquam scripsi libellumqui a parvitate mea vocatur de ecclesiastico officio, veni Romam interrogaviqne ministros ec-clesiae saneti Petri; vielleicht ist allerdings mit der letzten Angabe eine wenigstens ge-plante Reise Amalars und Halitgarius' an den oströmischen Hof in Verbindung zu bringen,die zum Zwecke der Beilegung des Bilderstreites unternommen werden sollte, vgl. Sahrea. a.O. S. XXVII ff., Simson, Ludwig d. Fromme 1, 249 ff. Ueber die Romreise und die Bittewegen eines Antiphonars bei Gregor IV. s. den Prolog zu De ord. antiphonarii (Migne 105,1243 AB). Ueber das Antiphonar selbst s. Sahre S. XXXII ff. und besonders MönchemeierS. 54 ff. 28 f. Die Polemik Agobards ergibt sich aus dessen Schriften über den Kirchengesang,s. Sahre S. XXXIII ff., Mönchemeier S. 54 ff. Zum Chorepiskopat Amalars s. Mönche-meier S. 34 n. 2. 3, zur Gegnerschaft des Florus daselbst S. 35 ff., wo S. 37 eine neue Schrift

J ) Das kommt von der späteren Abts-stellung des Amalar.

2 ) Außerdem die Aufschriften der Briefe1.3.4 (Ep. 5,242 ff.); er heißt überall bei denZeitgenossen nur Bischof, doch spricht Karlin ep. 3 (Ep. 5,244,30) von seinen Suffraganen.

3 ) Daß diese Schrift von der Messe han-delte, erweist Amalars Antwort ep. 5 p. 246,3 ff.

4 ) Außerdem werden p. 257, 16 ff. vierVerse von Juvencus angeführt, und zwar ohneAbweichung vom richtigen Text.

5 ) Vgl. hierzu R. Sahre a. a. O. S. XXXI.