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Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil.
Fulda, doch bezieht sich wohl auch Corbie s. XII (B. 79, 85 Boetii commentum de trinitate= 136, 277) darauf. 1 ) Verdrängt wurde das Werk durch die Erklärung des Gilbertus Por-retanus, der aber auch aus Johannes geschöpft hat, s. Rand p. 28. — Die Stelle zu Priscianstammt aus Leid. bibl. publ. 67 s. IX aus de declinat. nominum (s. XII), s. Hertz 1 p. XIV.
Übersetzung des Priscianus Lydus. Über dieSolutiones s. Quicherat,
Bibl. de l'e'c. des chartes, Se'r. 3 tom. 4, 248 ff., die Fragen p. 252, die Hs.
Paris. 13386 p. 253 f., Fragmente des Werkes p. 254—263. Hss.: Paris. 13386
s. IX (Corbie), 2 ) Harlei. 3969 s. XIV, Mantuan. bibl. lyc. A. IV. 25 s. Xr7 (?),
Cotton. Vesp. A. IL 13 s. XIV. Erwähnt wird das Werk nur in St. Amand
(Delisle, Le cab. 2, 452,198) und in Urbino vor 1482 (Giornale stör. d. Archivi
Toscani 7, 53 N. 242). Über Autorschaft des Johannes s. Quicherat p. 253 f.,
Traube bei E.K.Rand p. IX (vgl. Rand p. 15 n. 1), dagegen Bywater p. XL
Kritische Ausgabe von J. Bywater, Prisciani Lydi quae extant p. 41—104. — DieSchrift aus Michelsberg steht im Katalog von 1483, Neues Archiv 21, 179 unter K 4, dieaus Toni im Katalog s. XI (B. 68, 192) Iohannes Scotus de compoto et natura canum, s. unten.
Makrobiusauszug. Hierzu vgl. Teuffel-Schwabe 5 § 444,9. Der Aus-zug steht im Paris. 7186 s. XI, herausgegeben von Keil, GL. 5, 599 ff.; amSchluß explicuit defioratio de libro Ambr. Macr. Theod. quam Iohannes carpseratad discendas grecorum verborum regulas .. . quoniam Macr. Theod. librum dedifferentiis deque societatibus verborum utriusque Linguae graecae scilicet etlatinae composuü .. . visum mihi est eundem eiusdem eodem quo ipse est ususordine breviter deflorare. ■ — Die Auszüge des Iren Martin beziehen sich imLaudun. 444 auf die griechischen Worte (GRAECA Quae sunt in versibusiohannis scotti) und die griechischen Verse bei Johannes, s. Traube, PL. 3, 523.
Gedichte. Die kleine Gedichtsammlung 3 ) befand sich ehedem in einerHs. von Fleury, läßt sich aber bei der Kürze der alten Kataloge des Klostersdort nicht mehr bestimmen. Die Sammlung ist später in zwei Teile zer-spalten, die heute Vat. reg. 1587 und 1709 s. IX — X darstellen, s. Traube,PL. 3, 523 f. Martin von Laon hat sich in seinen Exzerpten 4 ) an die Reihen-folge der Sammlung gehalten. Die Gedichte sind meist auf christlichenTon gestimmt, verkünden aber zugleich das Lob des Königs Karl undseiner Gemahlin. Allen gemeinsam ist die Verwendung zahlreicher griechi-scher Worte, Versteile oder auch ganzer Verse, auch sind einige Stückeüberhaupt griechisch geschrieben; und es fehlt nicht an griechischen Auf-schriften. Außer der Sammlung sind mit den betreffenden Werken einigeGedichte zur Übersetzung des Pseudo-Dionysius und des Maximus erhalten(Hss. s. daselbst). Endlich erhielt sich ein griechisches Gedicht im Bruxell.10078—10084 s. XI — XII, ein Gedicht auf eine Marienkirche im Cantabrig.Corp. Chr. Coli. 233 s. X und ein äußerst bissiges Epitaph auf Hincmar
1 ) Ist wahrscheinlich Paris. 12957, deraus Corbie stammt.
2 ) Mehrere Bestandteile dieser Hs. (s. ed.Bywater p. IX) kehren in zwei alten Auf-schriften wieder, nämlich in Lorsch s. IX(B. 37, 359) und in St. Riquier (B. 11, 102). Danach Traube, PL. 3, 523 der Paris. 13386früher nicht alle jetzigen Bestandteile enthielt,so steht er mit dem Lauresh. und dem Centul.in engstem Zusammenhang.
3 ) Ist das Wort sapientissimi am Randevon Vat. reg. 1587 fol. 57 ursprünglich zurAufschrift gehörig gewesen, so kann dieSammlung nicht von Johannes selbst an-gelegt worden sein.
4 ) Sie stehen im Laudun. 444 s.IX f. 294 b(gedruckt Not. et Extr. 29, 2,194—199). Dar-unter steht 'EXXrjvig ygäyisv Magrlvog ygäfi/iaraovtcos.