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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Johannes Scottus.

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p. 122) das Werk flüchtig, benutzt es aber in der Clavis physicae stark,s. J. A. Endres, Honorius Augustodun. S. 141—145, während es Sigebertvon Gembloux c. 94 (ed. Miraeus p. 145) nicht kennt. 1 ) Amalrich von Benazog seine häretischen Lehren, wie Heinrich von Ostia sup. quinque libr.decret. 1 (vgl. Huber S. 436 n. 1) berichtet, aus de divisione naturae, undhierdurch scheint das Werk wieder bekannter geworden zu sein, so daßHonorius III. 1225 das Verdikt aussprach, wie Albericus in der Chronikvon Trois-Fontaines zu 1225 berichtet (MG. SS. 23, 914, 42 ff.), der hinzu-fügt (p. 915) hoc anno datnpnationem incurrit propter novos Älbigenses etfalsos theologos qui verba bene forsitan suo tempore prolata et antiquis simpli-citer intellecta male intelügendo pervertebant et ex eis suam heresim, confir-mabant. Sonderbar ist die Notiz über Johannes bei Wilhelm von Malmes-bury in den Gesta pont. Angl. 5, 240 (p. 392 ed. Hamilton), zu der Traube,PL. 3, 522 n. 1 zu vergleichen ist; daß Wilhelm das Hauptwerk gekannthat, ergibt sich aus p. 393 Composuit etiam librum quem Perifision merimnoiid est de naturae divisione titidavit.*) — Zur Pliniuskenntnis des Johanness. Rand S. 84. Zur Enthaltung von Dichterzitaten s. Rand S. 16 und n. 4(dort Stellen aus dem Martiankommentar, die sich ausdrücklich gegen dieDichter richten).

Aufschriften des Werkes in alten Katalogen sind nicht selten, s. Manitius, NeuesArchiv 32, 678 f. Im 13. Jahrh. ward das Werk vom Kloster St. Vincent zu Laon als Pfandnach Corbie für die Entleihung eines andern Werkes von Johannes gegeben, s. Delisle,Le cab. des mscr. 2, 125 (aus Paris. 12964). Zu den von Ploss in der Ausgabe (Migne 122,411—1022) benutzten Hss. Sangerm. 309 s. XI, 280 s. XII, 830 s. XI und Paris. 1764 s. XIIkommen noch Bamberg. H. J. IV 5 und 6 sowie Avranches 230 (vgl. A. Schmitt, Zwei nochunbenutzte Hss. des Joh. Scotus Erigena, Bamberg 1900), sowie Cantabrig. Trin. Coli. 0. 5. 20s. XII. Für die Herstellung des Textes aber sind besonders wichtig 3 ) Rem. 875 und Bam-berg. H. J. IV 5 und 6, 4 ) da beide Hss. in Reims geschrieben und mit Noten von Johannes'eigener Hand versehen sind; die Noten der Bamberger Hs. aber sind im Paris. 12964 s. DLschon verarbeitet; so gehen wenigstens zwei Hss. auf Johannes' eigene Zeit zurück. Der An-fang des Werkes auch im Paris. 12960 s. X.

Martiankommentar. Daß Johannes sich mit philologischen Dingenbeschäftigte, ergibt sich aus einem zu seiner Lebenszeit geschriebenenBriefe eines Klerikers A. an einen Magister E. (MG. Ep. 6, 184, 21) et in-frunito {aut infronito sive infrodito) antepenultimo acuta secundum doctrinamIohannis Scotti. Er ist einer der ältesten Erklärer Martians, denn imParis. 12960 hat sich neben seinem Kommentar auch der des Iren Dunchaderhalten, der zugleich mit dem des Johannes von Remigius benutzt wird,also älter als dieser sein muß. Zwischen dem Kommentar Dunchads unddem des Johannes besteht aber eine unleugbare Verwandtschaft, und esist daher anzunehmen, daß es noch eine ältere Erklärung gab, die wohlauch einen Iren zum Verfasser hatte. Von dem Werke des Johannes sinderst einzelne Auszüge aus den früheren Büchern bekannt, die Haureau

') Unsicher ist die Nachricht bei Hugode S.Victore in der Eiud. didasc. 3,1 (Migne176, 765) und die wohl aus dieser stammendeNotiz in derExcerptio priorum c.24 desRichar-dus de S.Victore (Migne 177,202).

2 ) Von Wilhelm ist Vincentius Bellovac.Spec. hist. 24, 42 (ed. Colon. 1494 fol. 314 a 1)abhängig.

3 ) Siehe Traube bei Rand, JohannesScottus S.VIII.

4 ) Seine Genealogie führt von JohanneszuHincmar, von diesem zu Gerbert auf Otto III.undHeinrichll., s.Traube bei Rand S.IX. —Ein langes Fragment steht auch im Paris. 12960s. IX und X; vgl. Haureau, Not. et Extr.20, 2, 5.