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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Johannes Scottus. 333

Pseudo-Dionysius. Zur Schenkung durch Michael s. MG. Bp. 5,330,3jiutenticos namque eosdem libros Greca Lingua conscriptos quando echonomoseccl. Constantinopolitanae et ceteri missi Michaelis legatione publica ad vestramnloriam Compendio functi sunt . . pro munere magno suscepimus. Zur Zeitder Übersetzung s. Trauhe, PL. 3, 520 n. 3. Die von Johannes benutzte Hs.besaß keine Scholien, s. Traube p. 520 n. 3. Zum Auftrag von seiten Karlss. Ep. 6,158, 36 ff. Der Brief Hildvins an die ganze Christenheit steht Ep. 5,335 ff. Zur Selbstkritik des Johannes Ep. 6,159, 27 videat me interpretemhuius operis esse, non expositorem; er fordert p. 159, 30 auf recurrat adcodicem Graecum unde ego interpretatus sum: ibi fortasse 1 ) inveniet, itaneest necne. Die Sprache der Übersetzung ist in ihren langen Wortbildungendurch das Suchen nach dem abstrakten Ausdruck bedingt; Johannes mußtesich hier wie anderwärts eine Sprache für den philosophischen Inhaltsuchen und er verwandte dazu das nicht immer passende kirchliche Latein.Der Brief Nicolaus' I. steht in den Decret. Ivonis Carnot. 4,104; Traube p. 519n. 5 hat die später gefälschten Stellen des Briefes deutlich hervorgehoben, ausdenen man früher eine Vorladung nach Rom herauslas und von einer Hoch-schule in Paris fabelte (aut certe Parisius in studio, cuius capital iam olimfuisse perhibetur, morari non sinatis). Die Zeit der Übersetzung ergibt sichdaraus, daß sie schon 859 von Hincmar von Rheims de praedest. 33(Migne 125,313) angeführt wird. Die Gedichte stehen PL. 3, 547 f.; selbst-bewußt ist hier 7, 1, 5 f., 11 f. Verdächtigungen wegen de praedestinationez. B. durch Prudentius im Brief anWenilo Ep. 5,632,9 Quibus decursis solli-citeque perspectis repperi in eis Pelagiane venena perfidie et aliquoties Origenisamentiam Colyrianorumque aereticorum furiositatem. Johann IV. ließ dasvon Karl gesandte Exemplar durch den Bibliothekar Anastasius korrigierenund sandte das mit Scholien versehene Werk mit einem Begleitbrief desAnastasius zurück, der mit dem Werke zusammen abgeschrieben wurde.Auf das korrigierte Exemplar gehen die französischen Hss. zurück, nachTraube (PL. 3, 525 n. 4) Berol. Meerm. 46 s. X, Laurent. 89 sup. 15 s.XI,Bern. 19 s. X — XI u. a. 2 ) Ein Exemplar dieser Familie, das Herzog Johannvon Kampanien im 10. Jahrhundert abschreiben ließ, wurde wohl der Stamm-vater der italienischen Hss.familie, nämlich Bamberg. B. IV. 8 s. XI — XIIund Casin. 221 s. XI, während von einem italienischen Exemplar die deutschenHss. abstammen, nämlich Monac. 14137 s. XI (Otlohs Autograph), Vindob. 754s.XII und 971 s. XIII. 3 ) Manche dieser Hss. werden mit den in alten Kata-logen (s. Manitius. Neues Archiv 32, 679) genannten zu identifizieren sein.*)Der Kommentar, den Johannes zu seiner Übersetzung schrieb, scheint nurteilweise erhalten zu sein und ist ohne Widmung; er wird erwähnt inCanter-bury s. XIII—XIV (Edwards, Memoirs of libr. 1,186 N. 351) und in der

') Das Wort scheint den Schlüssel zurAuffassung des Johannes zu geben; die Stelleist wohl ironisch gemeint, denn Johannesweiß, daß außer seinen Landsleuten kaumjemand an diese Quelle gehen kann. j 12. Jahrh.

*) Besonders Paris nouv. acq. 1490 s.X. |

s ) Außerdem Monac. 14070 b und 17072s. XII.

4 ) Einen Kommentar zur Uebersetzungdes Johannes schrieb Hugo de S.Victore im