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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Paulus diaconus. 271

ganzen Reihe, nämlich Anhang 6, 13 hat von Winterfeld (Neues Archiv29, 469ff.) Notker dem Stammler zugeschrieben; alle drei Gedichte stehenim Sangall. 899 s. X ohne Namen. Neff S. 193 hält sie für Fabelvorbilder,die an den Hof Karls gebracht wurden, da sieh der König an solcher Poesieerfreute. Zweifelhaft ist der Abecedarius bei Dümmler N. 51 Alfabetuni debonis sacerdotibus prosa conpositum, obwohl hier ähnlich wie in N. 12 dieAssonanz am Ende der Verse durchgeführt ist; nämlich der Ton erscheintfür Paulus als zu streng geistlich, und es ist nicht recht glaublich, daßPaulus, der Mönch, eine Richtschnur für Priester verfaßte. Das gleichetrifft das Pendant in N. 52 Alfabetum de malis sacerdotibus. Beide Gedichtesind wohl von gleichem Verfasser, 51 besteht aus Fünfzehnsilbern mit tro-chäischem Rhythmus (s. W.Meyer, Münch. Sitzber. 1882, 1, 81 als I, 4), 52 ausTrimetern mit adonischem Schluß der Strophe, also mit sapphischem Rhyth-mus (Meyer S. 86 als II, 1). An 51, 1, 1 Ad perennis vitae fontem et amoenapascua hat sich später Petrus Damiani in seinem Hymnus Ad perennis vitaefontem mens sitivit arida angelehnt. Ein Beispiel für rhythmische Hexa-meter bei Paulus wäre das Rätsel De vino (s. Neff S. 82 ff.), das im Lips.civ. I, 74 s. X steht, wenn dessen Akrostichon Paulus auf den Langobardenzu deuten ist; das ist indes möglich, da der rhythmische Hexameter meistbei den Langobarden begegnet, s. W. Meyer a. a. 0. S. 53 f. und 190 ff. DasGedicht es schließt sich den Berner Rätseln an und ist danach aucham Schluß derselben von W. Meyer (Abh. d. bay. Akad. 17, 430) mitgeteilt ist zuerst herausgegeben worden von Brandt, Tirocin. philol. semin.Bonn. S.133 (1883), dann von E. Dümmler, Neues Archiv 10, 165. A. Amelli(Paolo Diacono, Carlo magno e Paolino d' Aquileja in un epigramma ineditoetc.; Montecassino 1899) weist dem P. ein Gedicht im Casin. 318 s. XI zu,s. aber Dümmler, Neues Archiv 25, 882.

Handschriften der Gedichte: Paris. 528 s. IX. Lips. civ. I, 74 s. X. Sangall. 899 s. Xund 573 s. IXX. Mus. Brit. Harlei. 3685 s. XV. Berol. Diez. B. 66 s.VIII. Paris. 9428 (cf.Delisle, Le cab. des mscr. 3, 262. Planches 39, 1). Ausgabe (mit denen des Petrus Gram-maticus und denen Karls) ed. Dümmler, Poet. lat. aevi Carol. 1, 3585. Neff S. 1169.Kritisches: Neues Archiv 17, 397 ff. V. Capetti, Atti e mem. d. Congr. Cividale p. 68 73.A. Maselli, Di alcune poesie dubbiamente attribuite a Paolo diacono, Montecass. 1905.

Kommentar zu Donat. In St. Riquier besaß man 831 (B. 11,51)Explanatio Augustini et Iuliani et Pauli de partibus orationis. Ein voll-ständigeres Exemplar dieses in St. Riquier auf wenige Bestandteile ver-kürzten grammatischen Corpus hatte man in Lorsch s. IX (B. 37,417 =38,73);!) dort (38,73) muß aber N. 72 zu 73 hinzugerechnet werden undso vielleicht auch N. 416 zu 37, 417, da der Vat. Pakt. 1746 s. IX, der diesealte Lorsch er Handschrift teilweise repräsentiert, mit Augustin beginnt, 2 )s. A. Wilmanns, Rhein. Mus. 23,397. s ) Das sind die einzigen Notizen überdas Werk, das im Palat. überschrieben ist (s. Wilmanns S. 397) Incipit ars

s. XII genannt, ich kenne überhaupt nur vier. | in St. Riquier sicher ein grammatisches WerkWahrscheinlich hat Paulus dies Corpus ins I Wo ist aber das große Lorscher Corpus ent-

Frankenreich gebracht. Bischof Muadwin vonAutun benutzt es im 9. Jahrb.. sehr stark,vielleicht kennt es auch Hraban.

') Item Pauli, diaconi ad Carolum regem.

a ) Danach war die Explanatio Augustini

standen? Es ist eine der wichtigsten Hss.für die Geschichte der Wissenschaft.

3 ) Vgl. Ars Donati quam P. D. exposuit(ed. Ambr. Amelli) p. VIII.