Adamnan von Hy.
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nulu figuravit eerata, depinximus. Zu der Zahl 233 in 1,7 vgl. E. Nestle, Byzant. Ztschr.
4, 338 f. Zu seinen Nachrichten über das Konstantinsgrab und die Sophienkirche s. C. Mo ni-triert, Golgatha u. d. hl. Grab S. 212 f. und J. S. in Byzant. Ztschr. 10, 704 f.
Nur kurz kann hier dieVita s. Columbae 1 ) berührt werden, die Lebens-beschreibung, die Adamnan wohl zwischen 692 und 697 von dem erstenAbte des Klosters in Hy selbst angefertigt hat (vgl. P. Geyer, Adamnanus I.
5. 6 f.). Beste Ausgaben W. Reeves, Life of St. Columba by Adamnan,Dubl. 1857 und Adamnani Vita S. Columbae ed. by J. T. Fowler, Oxf. 1894.Dieses Leben stützt sich besonders auf eine Schrift des Cummeneus, desdritten Abtes von Hy. Adamnan gebraucht auch hier gern griechischeWorte, s. ed. Fowler p. 1 n. 3 und p. 169, ferner p. 40 n. 3 und dieSubskription zu Lib. II p. 126 app. crit. Zur Sprache im allgemeinens. ed. Fowler p. 167—173. Erwähnt wird die Schrift s. IX in Reichenau(B. 6,387) 2 ), in St. Gallen (B. 22, 284; ist Sangall. 555) (B. 24, 68) und s. XIIin Salzburg (B. 115, 179), also in Klöstern, die mit den Iren zusammen-hängen.
Handschriften: s. VIII in Schaffhausen (geschrieben vor 713 von Dorbbeneus. s. ed.Fowler p. 165 f.), Sangall. 555 s. IX, Monac. 6341 s. X f. 1—51 u. andere, s. ed. Fowler p. IX.
Vergilkommentar. In einem Corpus von Erklärungen zu Vergil,das sich in sehr mannigfacher Gestalt im Laurent, plut. 45, 14 s. X, imParis. 7960 s. X, sowie im Bern. 167 3 ) und 172*) s. VIII—IX und Leid.Voss. F. 79 s.X findet, steht nach G.Thilo (Rhein. Mus. 15, 132) de Maeviovero nihil reperi ut Adananus dicit. Die Bernenses haben für die Scholienzu den Georgica die Aufschrift (s. H. Hagen, Jahrb. f. Phil. Suppl. 4, 839)Haec omnia de commentarüs Romanorum congregavi id est Titi Galli etGaudentü et maxime lunilii Flagrii (d. h. Iunii Filargirii) Mediolanensis; amEnde der Scholien zu Georg. I steht Titus Gallus de tribus commentarüsGaudentius hoc fecit. Dieser Befund wird von G. Thilo a. a. 0. S. 133 dahinerklärt, daß wohl zur Zeit des Theodor und Hadrian die vollständigenKommentare des Iunius Philargirius, des Gaudentius und des Titus Gallusaus Italien nach Hy gekommen sind, und daß Adamnan sie für seinenZuhörerkreis exzerpiert hat, womit er eigne Beobachtungen verband. Umdiese von dem Texte der drei Scholiasten zu unterscheiden, fügte er denaus den Scholiasten genommenen Stücken stets den Namen des Verfassershinzu. Manche seiner Zuhörer schrieben nur die Bemerkungen aus Philar-girius nieder, andere den ganzen Vortrag, ohne aber die Namen derScholiasten stets zu nennen. Diese Hefte wurden aufbewahrt und kamenzur Zeit Karls des Großen, als man sich im Frankenreiche Bücher ausEngland und Irland verschrieb, nach Deutschland und Frankreich undwurden hier abgeschrieben. Auf diese Weise hat Adamnan, der nachJ. T. Fowler (Adamnani Vita S. Columbae p. 100 n. 5; 131 n. 2; 136 n. 3)Kenntnis von Vergil verrät, wahrscheinlich zur Erhaltung von drei diesenDichter erklärenden Werken beigetragen.
*) Heber das Leben Columbas s. J. T.Fowler, Adamnani vita S. Columbae (Oxf.1894) p. LVI—LXXV1I).
') Ist wohl die Hs. von Schaffhausen,
die aus Reichenau stammt.
3 ) Die Hs. enthält irische Glossen (wieLaurent, und Paris.).
4 ) Die Hs. stammt aus Fleury.