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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Aethicus cosmographits. 231

pnm -philosophos Scitharum astrolocus et Mamtuanum in vanum multa edidisse reprehendit. 1 )24 p. 14, 13 et Hercoleas columnas. lllinc mim per annum stationem fecisse et disjndassecum Äurüio philosopho et ArbocratenC?)-) et non valuerunt aliqua enigmata ipsius desserere.58 p. 35, 22 magnituäine indagata tarnen et ea metrico et prosodico stilo graecis caracteribusdistinxit in enigmate rethorieo. 3 ) 66 p. 47, 10 Donatus mihi inter maximos primus praeeratet Magnus in eofonicis versibus quibus me diu laborasse profiteor. 4 ) 73 p. 56, 10 Sequentevero pagina de insolis maris magni et aliquibus montibus in breviario metricus versus etalibi de gestis narravttfi) Zur Heimat: 102 p. 76, 19 Ristria et Albania vicinae meae sep-tentrionalium regiones;*) 103 p. 78, 23 et usque in diem nativitatis meae culta quae dudurnfuerant in solitndinem redaeta; 1 ) 77,31 Romolus ... Histriam ingressus eruorem tantumfitdit ita ut undas Histri humanus cruor praeoccupassit. 8 ) Wenn Istrien wirklich gemeintwäre, so könnte mit Romulus Alboin bezeichnet werden, dessen Einfall mit den Langobardenzeitlich passen würde. Schlußwort (im Lips.) Explieit Über aethici philosophi chosmografinatione Schitica nobile prosapia parentum. ab eo enim ethica philosophia a reliquis sapienti-bus originem traxit. 9 ) Das Zitat aus Alcimus Avitus fand Kunstmann a. a. 0. 270 auf;aber es ist nicht nur der einzelne Vers (2, 47) angeführt, sondern die von Aethicus mit denWorten ,Et illud quod ait Alchimus' angeführte Stelle stammt in ihren Gedanken fast ganzdaher, nämlich 11 p. 6, 20 f. entspricht Ale. 2, 38 ff.; 25 f. 2, 48; 32 f. 2, 57 f.; auch die Aus-drücke 29 cum auetore mortis. 30 antiquo serpente und 34 antiquo hoste entsprechen derAusdrucksweise der christlichen Dichtung. Ueber die Türken s. Roth a. a. O. 1854, 275 f.und v. Gutschmid a. a. O. S. 421 ff. Die Gleichheit der Sprache mit Fredegar ist ganzallgemein erkannt; auf das Wort gignarus p. 24, 6; 51, 10: 22 (von Wuttke mit Unrechtin gnarus verändert) 10 ) macht Krusch mit Recht in seiner Ausgabe des Liber HistoriaeIVancorum (SS. rer. Merov. 2, 220) aufmerksam, denn das Wort findet sich in der Hist. Da-retis ib. p. 196, 23 und 199, 15. Zur Sprache vgl. Wattenbach l 7 , 117 f. (über Fredegar);das dort Gesagte paßt durchaus auf Aethicus, denn auch hier sind alle Flexionsendungennoch vorhanden, aber das Gefühl für die Bedeutung hat sich verloren, so daß sie unter-schiedslos durcheinander gebraucht werden. Wuttke hat viel in seiner Ausgabe verwischt,")und bevor der Vat. reg. 1260 genau kollationiert ist, ist überhaupt vieles ganz unsicher.Besonders wichtig ist für die Beurteilung der Zeit des Aethicus der von Roth a. a. O. 1855,103 ff. (vgl. v. Gutschmid a.a.O.S. 421; Aeth. p. 33, 53 .(= Isid.Et. 19,1, 21) kennzeichnetdie Art der Quellenbenutzung) exakt geführte Nachweis, daß Aethicus den Isidor stark be-nutzt, interpoliert und verunstaltet hat. Nach alledem ist es unzweifelhaft, daß das Werkvor 630 nicht geschrieben sein kann. Wahrscheinlich ist es im Merovingerreiche entstanden,da in c. 102 f. die Herkunft der Franken von den Trojanern allerdings in ganz verworrenerWeise dargestellt wird, vgl. besonders p. 77, 4 ff. 1 '-)

Inhalt des Werkes. Ausführliche Angaben bei Wuttke p. VILXXVII.

Eine verworrenere und ungeordnetere Leistung dürfte es in der gesamten

geographischen Literatur nicht geben. Daß mit der Schöpfung der Welt

begonnen wird (Lib. I), ist bei einem Autor des 7. Jahrhunderts nicht zu

verwundern. Der Autor geht von da über auf das Paradies und die Engel

und auf die Hölle. Dann nähert er sich dem eigentlichen Gegenstande und

spricht über Erde, Meer und Himmel, über Sonne, Mond und Sterne, über

') Diese Stellen fast in vollständiger TJeber-einstimmung mit den Hss. von d'Avezac:siehe diesen p.462 3, 1 und p.462, 464 3,5.

s ) Vielleicht Harpocrate nach d'Avezacp. 468 1. 1 und app. n. 32.

3 ) So auch d'Avezac p. 490 1.1.

4 ) So d'Avezac p.501 4,2; p.264glaubtd'Avezac, daß es sich um Aelius Donatushandle.

5 ) Etwas anders die Hss. bei d'Avezacp. 511 1, 4 und app. n. 2527.

6 ) So d'Avezac p. 532 1,1.

7 ) So auch d'Avezac p. 534 1,7.Fast so d'Avezac p. 534 1, 5.

p. 478 4,1 und p. 505 6, 2; p. 506 6, 2.

") Außerdem ist das Verständnis seinesTextes durch die äußerst mangelhafte Inter-punktion oft sehr erschwert. Die Ausgabevon d'Avezac hat in dieser Beziehung vielmehr zur Klarheit beigetragen.

12 ) Als Zweck des Werkes bezeichnetv. Gutschmid a. a. O. S. 5, 419, eine derGenesis konforme Weltbeschreibur.g zu ent-werfen. Auf die Sprache und ihren Gehaltan zahlreichen, der Glossenliteratur angehö-renden Worten macht Roth a.a.O. 1854,275 aufmerksam; s. auchKunstmann a.a.O.271. Sammlung bei Wuttke p. CXff. Ueber

9 ) Die Hss. von d'Avezac (s. p. 541) I vieles wird erst eine kritische Ausgabe Lichtbieten dasselbe Explieit. 1 bringen.

10 ) Wahrscheinlich auch von d'Avezac |