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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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204 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil.

Hahn, Forschungen z. deutsch. Gesch. 26, 603). Briudun ist Bredon in Worcestershire,s. Dugdale, Monast Anglic. 1,586 f.; 8, 1625. Kurze Grabschriften und Gedenkverse aufTatwine daselbst 1, 82 und bei Wharton, Angl. sacra 2, 71. Vgl. Hahn, Forschungen z.deutsch. Gesch. 26, 602 ff.

Grammatik. Die ältesten Zeugnisse sind zwei alte Kataloge, näm-lich St. Riquier 831 (Traube PL. 3, 266 N. 11) de libris grammaüeorum . . .Tadvinus, 1 ) und Lorsch s. IX (B. 37, 417) item (sc. ars) Tatuini; dieserletzte Titel stellt die einzige erhaltene Hs. dar; denn Palat. 1746 s. IX, wodie Grammatik f. 99 a126 a unter der Aufschrift ars Tatuini (?) erhalten ist,ist mit jenem alten Laurissensis identisch (f. 1 a Codex sei Naza.ru in Laurissa;vgl. Arevalo, Isidoriana 2, 370 f. und A. Wilmanns, Rhein. Mus. 23, 396 f.).Auch dieses Werk gibt wie das des Bonifatius zur Prioritätsbestimmunglangen die erhaltenen Zeugnisse nicht, beide Werke sind aber zeitlich wohlnicht weit zu trennen an der Hand Donats eine Entwicklung De octopartibus orationis, nur kommt Tatwine am Schlüsse seiner Grammatik nocheinmal auf das Verbum zu sprechen. Neben Donat wird am meistenConsentius benutzt, außerdem Servius, s. M. Roger, L'enseignement etc.S. 333 und n. 68. Tatwine benutzt seine Quellen zuweilen wörtlich, zu-weilen kürzt er sie, und seine Absicht war, den Donat zu vervollständigen.Aber er hat doch kein besseres, sondern nur ein erweitertes Handbuchzustande gebracht, .das keinen Fortschritt gegenüber Donat aufweist undmehr für den Anfänger paßte, vgl. M. Roger a. a. 0. S. 333 f. Jedenfallswar es für die Schule geschrieben, 2 ) aber den Fortschritt, den das Werkvon Bonifatius bezeichnet, läßt es nicht erkennen. So ist, nach derkurzen Inhaltsangabe von M. Roger, das von A. Wilmanns über dasWerk gefällte Urteil (Rhein. Mus. 23, 401) richtiger als das Lob Hahns 3 )(Forsch, z. d. Gesch. 26, 608), das auf zu unvollständiger Grundlage fußt.Erst der Anfang des Werkes ist veröffentlicht von A. Wilmanns, Rhein.Mus. 23, 398401. Vgl. besonders M. Roger a. a. O. S. 332 ff. Teuffel-Schwabe§ 500, 4.

Rätsel. Das älteste Zeugnis für Tatwines Rätsel ist ihre Benutzungin denen des Eusebius; so oft die Rätsel Aldhelms in alten Katalogengenannt werden, Tatwines und des Eusebius Rätsel bleiben unerwähnt.Überliefert wird die Sammlung mit der des Eusebius im Mus. Brit. Ms.Royal 12. 0. XXIII f. 121b s. IXX (L) und Cantabrig. Gg. 5. 35 s. XI (C).Überschrift in L: Incip. enigmata tautuni, in C: tatwini aenigmata (? nachGiles). Beide Hss. gehen auf gleiche oder ähnliche Überlieferung zurück,da nach Ebert (Berichte üb. d. Verh. d. Kgl. Sachs. Ges. d. Wiss. Phil.-hist.Cl. 28, 31) in L und C die zwei Eingangsverse nicht nur hinter das erste

') Die frühere falsche Lesung Taduivus J Paulus Diaconus exposuit p. 9) auf. fol. 99 a

ist schon durch L. Müller, Fleckeis. Jahrb. | Incipit ars Alcuini.

93, 566 berichtigt worden, danach auch bei I 2 ) Auch diesem Werke fehlt in der Hs.

Becker 11, 179 S. 28. Der frühere Zweifel j die Widmung und ein hierauf sich beziehen-

an der Richtigkeit (Tatuini zu Alcuini ge-ändert, s. Keil, GL. 1, XXIII adn.) ist durchL. Müller a. a. O. beseitigt worden. Sieheaußerdem M. Roger, L'enseignement deslettres classiques S. 333. Aber im Palat. 1746

der Brief. Zum Zweck s.Hahn, Forschungenz. deutsch. Gesch. 26, 608.

3 )So bekundet sich selbst in der Gram-matik der Dichter und in der Dichtung derGrammatiker, in beiden Werken aber der

steht nach Ambr. Amelli {Ars Donati quam j Philosoph und Erzieher.