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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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183
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Columbanus. I 83

daselbst 14, 441; die Regel war bis ins 12. Jahrh. weit verbreitet, sie fand sich in St. Wan-drille, Reichenau, Fulda, St. Gallen, Lorsch, Bobbio, Toul, Pomposa und Prüfening. DasZerwürfnis mit dem gallischen Klerus ergibt sich ans Columb. ep. 1 (Ep. 3, 156 N. 1) anGregor d. Großen, sowie aus ep. 2. 3 und 6, der Streit mit Brunhilde und Theuderich ausVita 1, 1819, die Haft in Besancon und die Flucht ib. 1, 19. 20, die Reise nach Nantes1, 2023, dort p. 97, 25 ff. der Sturm, das folgende 1, 2329. Reise nach Italien: 1, 30p. 106, 16 Beatus ergo Columhanus cum vidtsset . . . devicttim a Theuderico Theudebertuni,relieta Gallia atque Germania Italiam ingreditur, ubi ab Agilulfo Langobardorum rege ho-noiifice susceptus est . . . dum ille poenes Mediolanium urbem moraretur et hereseorum fraudesid est Arriane perfidie seripturarum cauterio discerpi ac desecari vellet, contra quos etiamlibeUum florenti scientia ededit (ist verloren) . . . quem locum veterum traditio Bobium nun-cupabant. 1 ) Zum Tod: Vita 1, 30 p. 108, 18 Columhanus expleto anni circulo in antedictocaenubio Ebobiensi vita beata functns animam . . . reddidit Villi. Kl. Decembris; s. hierzuadn. 1. Die Bedeutung von Bobbio als einem Mittelpunkt der Wissenschaft erhellt aus demviele einzelne Seltenheiten anführenden Katalog der Bibliothek s. X XI, Becker, Catal.bibl. ant. N. 32. 2 ) Ueber die im 17. Jahrh. aus Bobbio nach Rom übertragenen Hss. (Vatic.57485776) s. Seebass, Zentralbl. f. Biblw. 13, 1 ff.; daselbst 13, 57 ff. über die 1606 vonKardinal Borromeo aus Bobbio erworbenen Hss., die in die Ambrosiana gelangten (im ganzen71 Nummern). Als Namensformen gebraucht Columban selbst ep. 1 (Ep. 3, 156, 19) Bar-goma (vilis Columba), vgl. ep. 4 p. 169, 23, 3 ) meist aber, wie in den Ueberschriften zu ep. 24,Columba, während ep. 5 p. 170, 15 Palumbus erscheint und p. 176, 37 Ionae hebralce, Peri-sterae graece, Columbae latine gleichgesetzt wird. In den Aufschriften zu Gedicht 1 und 2(p. 182, 8 und 183, 7) erscheint, wie auch im Akrostichon zu 1, Columhanus, dasselbe inGedicht 3 (p. 186, 10). Die Aufschriften in alten Katalogen, deren älteste aus St. Wandrille742747 ist. haben ebenfalls sämtlich die Form Columhanus, so auch diejenigen aus Bobbio,wo sich der Name doch am besten erhalten haben muß. Da diese Form auch durchgehendim Leben Columbans von Jonas (ca. 641) erscheint, so ist anzunehmen,. daß Columba dieälteste, auch vom Träger selbst zuweilen noch in späterer Lebenszeit angewendete Namens-form darstellt, daß dagegen der vollere Name erst später von ihm angenommen wurde undvielleicht eine stärkere Latinisierung des ursprünglichen Namens geben soll. Das EpitaphColumbans gab aus Paris. 8071 s. X heraus de Rossi, Inscr. christ. urb. Rom. 2,1, 244 N. 3,vgl. adn. 3.

Schriften: Über den Psalmenkommentar und die Schrift gegen die

Arianer s. oben. Die Kataloge von Bobbio aus s. X XI und von 1461

zählen eine ganze Reihe von Columbanhss. auf, freilich fehlen die Gedichte

ganz, was immerhin zu beachten ist. Das ältere Verzeichnis (B. 32) gibt

216f. libros s. Columbani in psalmos II und 322 librum regulae s. Columbani*)

das jüngere (A. Peyron, Ciceronis fragmenta etc. p. 20) 65 Epistole quinque

s. Columbani vide in littera C. 48 ; 5 ) 23,70 Columbani abbatis epistola (ob =

Taurin. G. V. 38 s. X?); 37, 132 Regula Columbani abbatis. Eiusd'em epistole

sive exortationes; 36, 130 Regula s. Columbani abbatis. Eiusdem epistole sive

exortationes numero XIII. Man sieht, daß hier 0 ) epistola gleich exhortatio

! ) Gleich hinter dieser Stelle gibt Jonas ] Anon.Mellicensis kennt von ihm monachorumeine Notiz über Hannibal, die wohl aus Li- I regulam . . etiam unam exhortatoriam . . .vius XXI, 58 genommen ist, wie Jonas auch j epistolam, d. h. das, was eine Hs. in Prüfer1, 3 p. 68, 14 f. eine wörtliche Anführung aus ning (Becker 95, 19 = Zentralbl. f. Biblw. 20,Livius zu machen scheint. Traube bezieht ' 110, 200) von ihm enthielt,aber (Münch. SB. 1907, 110 ff.) nach Heidel- 4 ) Außerdem 571 de vita s. Columbani

über I, hier nicht, wie sonst häufig, in Ver-bindung mit der Vita S. Galli. Die Kloster-regel Columbans ist übrigens schon s. VII inder Regula Donati (Bischof von Besancon) be-nutzt, s. Seebass, Ueber Col. v. Lux. Kloster-regel u. Bußbuch S. 37 und Ztschr. f. Kirchen-gesch. 17, 217.

5 ) Sie stehen dort aber nicht verzeichnet.

6 ) Außerdemp.42,150(=52,151).42,169.43,152. 44,201 die Vita Columbani. 37,132oder 36, 130 ist wohl = Taurin. G.VII. 16 s. X

berg. Salem n. 9. 21 s. XIII dies Zitat aufCic. in Verr. act. pr. 3, 4 (utulius statt utLivius).

2 ) Katalog von 1461 bei A. Peyron, Ci-ceronis orationum fragmenta etc. p. 29. Wich-tige Teilkataloge von 1493 Zentralbl. f. Biblw.5, 356 und 357.

3 ) more Ionae qui et ipse in hebraeo co-lumba dicitur. Columba qui et Columhanushat Anon. Mellic. 25 (ed. Ettlinger S. 57),ähnlich Beda in seiner Vita Columbani. Der