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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Aldhelm von Malmesbury. Aethilwald.

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argumentatur. Den mystischen Eingang der Schrift 1 ) bildet ein Widmungs-brief an König Aelfrid über die Siebenzahl. 2 ) Hierauf beginnt A. ein langausgedehntes, mit sehr viel Stellen aus den heidnischen und christlichenDichtern ausgestattetes Gespräch zwischen Lehrer und Schüler über dierömische Metrik, das mit der Synaloepha einsetzt und sich dann über dieRegeln des Hexameters verbreitet. Es folgen die hundert Rätsel, die inden Hss. auch vielfach allein ohne die Metrik überliefert werden. Hieraufwird das Gespräch mit den Regeln über die Versfüße fortgesetzt und einziemlicher Teil von Priscians Grammatik in das Werk hineingearbeitet.Das Wort rudibundus gibt dem A. Gelegenheit zu einem Exkurs über dieVoces animantium (p. 302ff.); hiermit sind zu vergleichen Loewe, Glossaenominum p. 248f., Studemund, Anecd. varia p.lOlf., 284f. Eberhardi Bethun.Grecismus 19. 3241; Vincent. Bellov. Spec. nat.22, 6 (ed. Duac. 2, 1609),der aus Papias geschöpft hat; ganz mit Aldhelm stimmen die Voces ausCasin. 439 s. XI bei Loewe p. 249. 3 ) Diesen Abschnitt entnahm A. wohleiner Quelle, in welcher Suetons Fragmenta 161, 161a und 161b (Reiffer-scheid, Suet. praet. Caes. libr. reliq. p. 247 ff. 308 ff.) mit anderen Voces ver-bunden und vielleicht auch schon alphabetisch geordnet waren, vgl. Manitius,Wiener SB. 112, 606 ff. Die übrigen Quellen für das ganze Werk sind, außerPriscian, besonders Audax, Donat mit seinen Kommentatoren Servius, Sergius,Pompeius und Maximus Victorinus, Diomedes, Nonius, Servius in Aen., undnamentlich Julianus von Toledo. 4 ) In den Beispielen zur Metrik fehlengänzlich Verse aus Horaz, Ovid, Statius und Prudentius, während die übrigenDichter meist stark vertreten sind, am meisten Vergil und Sedulius. Üb-rigens gehört p. 288, 36 nicht, wie ich früher glaubte, dem CyprianusGallus an, den Aldhelm auch mehrfach benutzt hat, sondern es ist Lucret. 2, 662(woher?); ferner ist p. 238, 18 Lucan 5, 800 und p. 277. 5 ist der Vers DeRossi, Inscr. Christ, urb. Rom. 2, 1, 71 N. 41, 1.

In den Rätseln ist Aldhelm formal wie inhaltlich von Symphosius undder Berner Sammlung abgewichen. Indem er nämlich eine poetische Um-schreibung des Begriffs gibt, braucht er einen größeren Raum und so ent-halten seine Rätsel vier bis sechzehn Verse, das letzte sogar dreiundachtzigVerse. Die Stoffe sind zumeist aus der Natur genommen, es erscheinenTiere mit Benutzung physiologischer Stoffe, 6 ) Pflanzen, Steine, Sterne undHimmelserscheinungen. Aber es finden sich auch Gegenstände aus demHause, überhaupt Dinge aus der Umgebung des Menschen, und schließlich

*) Die Kapiteliibersicht des Werkes, diebisher noch unbekannt war, gab Ehwald,Festschrift etc. S. 13 heraus.

2 ) Darin ist Isidors Schrift De numerisc. 8 reichlich benutzt.

3 ) Die Voces auch im Monac. 6292 s. XI f.162, 7797 s. Sil f. 78b, 14505 s. XI f. 132(A-H).

4 ) M. Roger, L'enseignement des lettresclassiques etc. S. 329 n. 6 leugnet diese Be-nutzung und macht S. 362 f. sehr wahrschein-lich, daß Aldhelm die Schrift des Drakonvon Stratonice ,-regl /xcxgoiv oder eine ähn-

liche griechische Quelle verwendet habe,die von Hadrian nach Britannien gebrachtworden sei.

5 ) Benutzt ist der Physiologus Aen. te-trast. 17 = Phys. 31. Hexast. 4 = Phys. 1.Heptast. 5 = Phys. 5. Octost. 2, 68 =Phys. 6. Enneast.l, 79 = Phys. 33 und be-sonders Hendecast. 2. 79 = Phys. 22. Vgl.Heptast. 4, 4f., was aber im Physiologus fehlt.Außerdem vgl. Tetrasl. 11, Pentast. 2. 8. He-xast. 7. Octost. 7. Das bezieht sich vielleichtauf eine reichere physiologische Quelle.