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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Liber monstrorum de diversis generibus.

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recht glaublich erscheint. Auch die Erwähnung des Orpheus Lucans 1 )glaubt Haupt p. 219 den Vergilscholien zuweisen zu müssen. Es ist abernicht ausgeschlossen, daß der Verfasser noch Stücke dieses Werkes gekannthat, wie ja auch Aldhelm (p. 283, 7 ed. Giles) zwei Verse aus dem Gedichtmit den Worten Unde Lucanus in Orpheo anführt. Servius zu Georg. 4, 389wird benutzt 2, 28 p. 244, 11.

Wichtig ist die von Haupt p. 239 app. crit. zu 2, 7 erwiesene Benutzungdes Curtius, der hier erstmalig angetroffen wird; die karolingische Zeitbesitzt ihn, wie Leid. Voss. Q. 20 (aus der Schreibschule von Tours) undBern. 451 (aus einem Kloster von Orleans; Exzerpte in tironischen Noten,s. Kopp, Palaeogr. crit. 1, 331), sowie die Benutzung bei Einhart (Manitius,Neues Archiv 7, 527; Dosson, Müde sur Quinte Curce S. 357 ff.) erweisen.Übrigens sind Aufschriften in alten Katalogen erst in der Renaissancezeithäufig, wenn man nämlich nur solche gelten läßt, die den Namen desCurtius überliefern; von s. IX XIV wird er nur genannt in Gorze s. XI(Rev. Bened. 22, 9, 165) Libri X Q. Curti Ruft gestorum Alexandri magni,in Cauterbury 12851330 (Edwards, Memoirs etc. 1, 183, 334) QuintusOursius und in Avignon 1383 (M. Faucon, La libr. des papes etc. 2, 28)liber Quinti Ourcii Buffi de gestis Alexandri Augusti. Zitate aus Curtiussind selten, am häufigsten noch bei Vincenz von Beauvais (Spec. nat. 31,110.Spec. doctr. 4, 125. 5, 2. 5, 120. 5, 124. Spec. hist.4, 30. 4, 36. 4, 38. 4, 44).

Die Benutzung des Marcellinus Comes steht fest 2, 7 p. 239, 812,wo Marcellin. 496 (ed. Mommsen, Auct. ant. 11, 94, 33 India-misit) mit dergewöhnlichen Erweiterung des Wortlautes wiedergegeben wird. Die ChronikMarcellins erscheint in alten Aufschriften nur in Canterbury St. Augustins. XV (M. R. James, The anc. libr. of Cant. and Dover 231) 379 et cronicaMarcellini comitis und in Urbino vor 1482 (Giorn. d. Arch. Tose. 6, 135, 30)Marcellini chronicae defloratio. Auch Jordanis hat diese Chronik ausgebeutet.

Auf den Physiologus, der auch schon von Verecundus und Isidorbenutzt wurde, geht 2, 24 p. 243, 1215 zurück, 2 ) s. den Wortlaut nachHaupt p. 243 app. crit. aus Guelf. Weissenb. 148 und vgl. G. Heider, Physio-logus p. 27 (Dicta Joh. Chrysostomi), wo der Wortlaut wegen venit ad flitmenmagnum eufraten noch näher steht. Der Physiologus wie die Dicta Joh.Chrysostomi 3 ) werden seit der karolingisehen Zeit öfters erwähnt, nämlichs.IX bei Eberhard von Friaul (B.12,12), in Murbach (Straßb. Philvers. 272, 30),in Würzburg (B.18,42), s.X in Passau (B.28, 37), in Fleury (B. 29, 47), inRegensburg (B. 42, 453), in Peterborough (Dugdale, Monast. Angl. 1, 382),

l ) 1, 6 p. 224, 14 quos poeta Lucanus se-eundum opinionem G-raecorum ad Orphei ly-ram cum innumerosis ferarum generibus cantudeduetos cecinit. 2,8 p, 239,14 quas poeta Lu-cemus ad lyram Orphei cum ceteris animan-tibus et bestiis a deserto Thraciae per Carmenmiserabile provocatas cecinit, dum ipse tristiset maerens ad undam Strymonis raptam Eu-rijdicen lacrimabili deflevit carmine. Hierhergehört -wohl auch 3, 3 p. 246,19 quae Eury-dicen coniugem Orphei in ripa fluminis ca-pite truneavit et demersit in gurgitem et sicutScylla monstris ita et haec serpentibus prae-

cineta fuisse fingitur.

2 ) Vielleicht ist auch p. 251, 13 nachdem Physiologus gearbeitet (de qua physicidieunt), wie Haupt zu der Stelle notiert.

s ) Daraus ergibt sich höheres Alter fürdies Werk, als G. Heider, Physiologus S. 11anzunehmen scheint, und als Lauchert, Ge-schichte des Physiologus S. 94 annimmt, denndie Aufschrift in Murbach hat Crisostomus denaturis animalium und Monac. 19417 s.IXhat Liber S. Johann in ... Crisostomi quem denaturis animalium ordinavit.