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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
Entstehung
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Beda.

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Lindisfarne selbst gesendet habe, wo es an zwei Tagen öffentlich verlesenwurde und ungeteilten Beifall fand. Und er berichtet weiter, daß er dasLeben des Heiligen schon früher auf den Wunsch einiger Brüder etwaskürzer in Versen herausgegeben habe. Diesen Brief selbst aber setzteBeda auf das ausdrückliche Verlangen der Brüder von Lindisfarne demWerke vor. Darnach ist die Prosa spätestens 721 in ihrer jetzigen Gestaltbeendet gewesen, da Eadfrid 721 starb. Die Schrift bietet im allgemeinenwenig mehr als das Gedicht. Wohl ist einiges Neue hinzugekommen, aberwesentliche biographische Züge nicht, wie man nach Ebert (1, 642) an-nehmen könnte. Mehrere Kapitel des Gedichts sind ausgelassen, und dafürist anderer Wunderstoff eingesetzt worden, so daß auch hier schließlichtrotz mehrfacher Versetzung des Stoffes die gleiche Zahl Abschnitte er-scheint wie in dem Gedicht. 1 ) Der Hauptunterschied besteht eigentlichin dem größeren Wortreichtum der Prosa, denn hier konnte Beda derSitte der Zeit entsprechen, möglichst lange Sätze zu bauen und den Aus-druck schwülstig zu gestalten. Für einen einfachen und schlichten Hörerist der Wortprunk dieser Vita gar groß, obwohl die Anlehnung an dasGedicht hierbei oft genug mildernd gewirkt hat. Indes sind doch auchsachlich manche Stellen ausführlicher gehalten und das Bild wird etwasanschaulicher. Ausg. Migne 94, 735. Eine ähnliche Arbeit wie diese voll-führte Beda in seiner Vita s. Felicis, in welcher er die hauptsächlichenGedichte Paulins von Nola auf den heiligen Felix in Prosa umsetzte (ed.Plummer 1 p. 359 librum vitae et passionis sancti Felicis confessoris de metricoPaulini opere in prosam transtuli). Hier betont Beda in der Vorrede aus-drücklich, daß er das Werk für einfache und nicht metrisch gebildete Lesergeschrieben habe; er habe sich nach dem gerichtet, der des PrudentiusHymnus auf den heiligen Cassianus in Prosa umgesetzt habe.

Ein anderes ähnliches Werk Bedas ist verloren, nämlich die verbesserteÜbersetzung des Lebens des heiligen Anastasius aus dem Griechischen, vonder er selbst sagt (ed. Plummer 1, 359) librum vitae et passionis sanctiAnastasii male de Greco translatum et peius a quodam inperito emendatum,prout potui ad sensum correxi.

Hier möge der Liber de locis sanctis angeschlossen werden. Diesekleine Schrift ist fast gänzlich aus Adamnanus und Hegesippus geschöpftund wird Hist. eccl. 5, 17 (p. 319 PI.) erwähnt: Plura voluminis Ulms (sc.Adamnani) siqui scire delectat, vel in ipso illo volumine, vel in eo, quod deillo dudum strictim excerpsimus epitomate requirat. Also ist das Werkchenvor 731 geschrieben. Es beschreibt in neunzehn Kapiteln erst Jerusalemund Umgegend, wendet sich nach dem nördlichen Palästina und beschließtseine Darstellung mit Damaskus, Alexandria und Konstantinopel; es folgtalso auch in der Disposition genau dem Adamnan.

: ) Beide Werke werden von Cudberct,Abt von Wearmouth, an Lul von Mainz gesen-det, s. MG. Ep. 3, 406 N. 116 Libellos deriro clel Cudbercto metro et prosa conpositostuae voluntati clirexi. Sie wurden an Luljedenfalls zum Abschriftnehmen übersendet.

Sie werden übrigens in alten Aufschriftennicht sehr häufig genannt, in Reichenau 821,s. IX in St. Gallen, Lorsch und Murbach, 1395in Durbam und s. XV in Canterbury St. Au-gustin.