Beda.
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christlichen Dichtern; nur wenige Stellen aus Vergil und je eine aus Lucanund Terentian vertreten die antike Poesie. So sieht man bei dem MönchvonWearmouth ein deutliches Überwiegen der christlichen Seite; demgemäßweist er auch den Porfirius ab p. 258, 23 quae quia pagana erant, nos längerenon libtiit. Reich dagegen ist seine Stellenauswahl aus der christlichenDichtung, Juvencus, Prudentius, Paulinus von Nola, Prosper, Sedulius, Arator,Cyprianus Gallus und ambrosianische Hymnen werden zitiert, vgl. Manitius,Wiener SB. 112, 618—626. Stark benutzt wurde Bedas Schrift von demIren Cruindmelus, der ihr besonders einen großen Teil der Dichterzitateentlehnte 1 ) und in sein grammatisches Werk aufnahm.
Einen Kommentar zu De metrica arte schrieb Rernigius von Auxerre,der sich befand s. XI in Gorze und s. XII viermal in Anchin, vgl. Manitius| NA. 32, 681 f.
Die Schrift wird in alten Katalogen häufig genannt und von vielen alten Hss. über-liefert, nämlich Monac. 6399 s. IX; 6404 s. X; Sangall. 876 s.VHI— IX (25 Kapitel wie im)Sangall. 878 s. XI, Leid. bibl. publ. 122 s. X, Paris. Sangerm. 1180 s. IX. Paris. 4841 s. X,Fragment im Monac. 14737 s. X f. 196f. Kritische Ausgabe: rec. H. Keil, Grammatici Latini7. 219—260.
De schematibus et tropis (sacrae scripturae) wird in den alten Auf-schriften und in den ältesten Handschriften stets ohne die beiden letztenWorte aufgeführt, vielleicht haben die Worte Bedas (ed. Plummer p. 359 f.)d huic adiectum alhtm 2 ) de schematibus sive tropis libellum hoc est de figurismodisque locutionum quibus scriptum sancta contexta est die Veranlassungzu der Erweiterung gegeben. Nämlich Beda hat in dieser kleinen Schriftwohl auf die Formen der antiken Rhetorik zurückgegriffen, aber sie nurmit Beispielen aus dem Bibeltext erweitert. Von den Schemata sagt eraccipe eminentiora decem et Septem Schemata divinae scripturae 3 ) (Halm Rhet.lat. min. p. 607) und seine Aufzählung der dreizehn Tropi 4 ) endet er mitden Worten Et sie habentitr tredeeim generales tropi sacrae scripturae. Soführt er wohl den Leser durch die Terminologie in das alte Wissen ein,aber mönchische Vorsicht gebietet ihm in beiden Teilen völlige Be-schränkung auf die Bibel.
Das Werkchen wird in alten Aufschriften seltener genannt, da es mit dem vorigenein Ganzes bildete, z. B. in Reichenau 821 (Becker 6, 402. 409) und Murbach s. IX (Straßb.Philvers. S. 267, 187). Hss. Bamberg. M. IV. 12 s. IX; Monac. 14420 s. IX, 6399 s. IX, 6404s. X. Sangall. 876 s.VIII— IX, 878 s. XL Kritische Ausgabe von C. Halm, Rhet. lat. min.607—618, vgl. p. XV; doch fehlt in der Ausgabe ein Hinweis auf die Quellen (p. 610, 20stammt nicht aus Ennius, wie unten fragweise angemerkt wird, sondern ist Sedul. Pasch.Carm. 1, 136, s. Sedul. opera ed. J. Huemer p. 364). Vgl. Werner a. a. O. S. 99—101.
De orthographia. Auch dieses Werk dient lediglich den praktischen
Bedürfnissen der Schule, es wird von Beda Hist. eccl. 5, 24 eingeführt
Librum de orthographia alfabeti ordine distinetum. Da es unmittelbar neben
De metrica arte genannt wird und nicht anzunehmen ist, daß Beda in
späteren Zeiten sich mit einem so wenig bedeutenden Stoffe befaßt hat,
so hat Plummer p. CLV es wohl mit Recht den Jahren 691—703 zu-
a ) Nämlich die meisten Zitate aus luven- I eundus.
cus, Paulinus, Prosper und Fortunatus. 3 ) Diese Aufzählung stimmt im allgemei-
2 ) Daher haben Monac. 14420 und 6399 nen mit Isid. orig. I 36, 2—22.
Incipit Über Seamans de seh. ettr., 6404 eius- 4 ) Diese und ihre Unterabteilungen sind
dem de scematibus sicut alii vohmt liber se- \ die gleichen wie bei Isid. orig. I 37, 2—34.