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artigen Gelehrten entwickeln. Wie die meisten übers Meer reisendenAngelsachsen hatte auch Benedict besonders reiche Bücherschätze aus demSüden mitgebracht und somit den Grund zu eifrigen Studien gelegt; sohatte Benedict z. B. in Rom eine vortreffliche Kosmographenhs. gekauft,die Ceolfrid allerdings später der Erweiterung des Klosterbesitzes zum Opferbrachte, und Ceolfrid selbst brachte aus Rom eine Italahs. ins Kloster undbereicherte außerdem die Bibliothek mit drei Vulgatahss. Eine derselbenwurde später von Ceolfrid dem Papste zum Geschenk gemacht, es ist derberühmte Cod. Amiatinus. Beda widmete sein ganzes Leben seit seinerPriesterweihe nicht nur seiner eigenen Belehrung und der seiner Brüder,sondern vor allem der Belehrung und Hebung seines Volkes. Und dabeihatte er, wie er selbst sagt, wegen des Mangels an geeigneten Schreibernmit nicht geringen Schwierigkeiten zu kämpfen. Fortan war er unablässigtätig im Abschreiben, Vergleichen, Aufsuchen von Quellen und im Be-arbeiten seiner Lehrbücher, die sich zum Teil weit über das von IsidorGeleistete erheben. Sein äußeres Leben vollzog sich jedenfalls in derruhigsten Weise, und es war ihm gegönnt, eine Anzahl bedeutender Schülerheranzubilden, wie die beiden auf Ceolfrid folgenden Äbte der StiftungHvaetberht und Cuthberht, und Nothelm, den späteren Erzbischof vonCanterbury. Dem Cuthberht, dem wir einen Bericht über Bedas Tod zuverdanken haben, 1 ) widmete er sein anscheinend erstes Werk, die beidenAbhandlungen De re metrica und De schematibus et tropis, dem Hvaet-berht den Kommentar zur Apokalypse und das wichtige Werk De temporumratione. Dagegen bediente er sich der werktätigen Hilfe Nothelms, derdamals noch Presbyter in London war, bei der Abfassung seiner englischenKirchengeschichte. Auf Anregung Nothelms, der ihm eine Anzahl Briefefür die Kirchengeschichte aus Rom mitbrachte, verfaßte Beda sein WerkIn libros Regum quaestiones XXX. — Es konnte natürlich nicht ausbleiben,daß der anspruchslose Gelehrte, der zeitlebens mit seiner Stellung alsPresbyter zufrieden war, unter den weltlichen und geistlichen Großen desLandes Freunde fand, die ihn bei seinen Arbeiten unterstützten und auf-munterten. Einiges aus Bedas Briefwechsel mit ihnen hat sich erbalten,doch es ist sehr zu beklagen, daß das eben nur weniges ist. Beda scheintnämlich selbst seine Briefe gesammelt zu haben und aus dieser Sammlungerwähnt er fünf Stücke, die ihm sachlich wichtig und daher erwähnens-wert dünkten, während für uns die andern, mehr persönlich gehaltenendie wichtigeren sein würden. Die Sammlung als solche ging verloren undmir einige versprengte Reste haben sich gerettet. Am nächsten scheinendem Beda Acca und Albinus gestanden zu haben. Acca war bis 709Presbyter in Hagustald (Hexham) und wurde damals nach dem TodeWilfrids Bischof dieser northumbrischen Stadt. An ihn haben sich sechsvon den sechzehn Briefen Bedas erhalten, und er war es, der seinenFreund zu einer ganzen Reihe von Schriften aufgefordert hat, nämlich zuIn Lucam, De mansionibus filiis Israel, In Esdram et Nehemiam und Deeo quod ait Isaias: et claudentur etc. Ihm widmete Beda außerdem seine
') Ed. C. Plummer 1 p. CLX—CLXIV.