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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
Entstehung
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Isidor von Sevilla. ßg

vgl. ed. Arevalo 7, 427 n. 17 mit 5, 6 n. 35, und C. Pascal hat kürzlich denNachweis angetreten, daß dies Werk überhaupt nicht dem Isidor gehört(Letteratura latina medievale, Catania 1909, S. 177183). HandschriftenVatic. reg.310 s. X mit der Aufschrift De proprietate sermonum vel verum;ähnlich in der ältesten Handschrift Amhros. I. 1 sup. s. IX De proprietatenominum vel verum. Ottobon. 1261 s. XV (?); unvollständig und in andererAnordnung Vatic. 624 s. X XI, Ausgabe: ed. Arevalo 7, 426442.

Zu den sogenannten Glossae Isidori vgl. Loewe, Prodrom, gloss. 23und G. Goetz, Ber. üb. d. Verh. d. Sachs. Gesch. d. Wissensch. 1888, 223; ed.Arevalo 7, 443493.

Zweifelhaft ist die Autorschaft des Gedichts Versus in bibliotheca,obwohl es für Isidor als Verfasser viele alte Zeugen gibt. Der spanischeUrsprung steht wohl fest aus der Benutzung von 2, 1 durch Julian von Toledo(Arevalo, IsidorianaSl, 3, Migne 81, 575), durch die Anlehnung des Eugeniusvon Toledo in seinem ähnlichen Gedicht, s. Vollmer, Auct. ant. 14, 238 zu VIII,3,sowie durch diejenige des Paulus Albarus (PL. 3, 132 N. IX, 1). In denExempla diversorum auctorurn, die auf einem älteren langobardischenFlorileg beruhen, wird als Vs. 164 (Keil, Ind. schol. Hai. aest. 1872 p. XH)6, 3 unter der Bezeichnung ISID zitiert, was auf Überlieferung aus s. VIIIzurückgeht. Und auch schon Beda führt, allerdings ohne Namen, in derEpist. ad Plegwinum (Migne 94, 673 A) die Verse 6, 1 f. an. Theodulfbeutet die Verse reichlich aus für sein eignes Bibliothekgedicht, PL. 1,352 N. 41. I. Das ganze Gedicht war ferner in die Sylloge Laureshamensisübergegangen, s. de Rossi, Inscr. christ. urb. Romae II, 1, 255, und wird auchsonst aus einer Isidorhaudschrift in Lorsch, s. IX (B. 37, 335 et versus quiscripti sunt in armario suo ab ipsi compositi) erwähnt. Notker zitiertNotat. 5 den Vers 5, 6 ohne Namen. Die älteste Überlieferung ist unvoll-ständig, sie findet sich in der ältesten Juvencushandschrift, dem Cod. Coli.Corp. Christi Cantabrig. 304 s.VIIf. 13, wo die Verse über die Bibel,Origenes, Hilarius, Augustin und Theodosius stehen, und das Gedicht mit10, 2 ecce Juvencus adest tibi endet, also eine Einführung für das Gedichtdes Juvencus; s. Bradshaw, Wiener SB. 84, 552. Ähnliche Verwendungfinden einige Stücke im Vatic. reg. 421 p. 31, cf. Arevalo, Isidoriana 81, 3,und im Vatic. reg. 571 p. 6, vgl. ib. 81, L Im Vatic. archiv. 1 s. X wird dasGedicht sogar als Prologus zu den Etymologiae benutzt, vgl. ib. 81, 4. ImVatic. Pal. 276 p. 39 werden die Verse Isidor zugeschrieben und erhaltendie Bezeichnung Titulus bibliothecae und im Ambros. C 74 s. X f. 140 f.steht Ysidori spaliensis epi extant versus titulis bibliothecae. Diese Hand-schrift wie auch Monac. 2551 s. XII f. 83b84 (Versus Isidori) endet mit16, 20 (damus). 1 ) Man sieht hieraus, daß das Gedicht schon s. VII inSpanien Verwendung fand, daß es s. VIII Isidor beigelegt wurde und daßes für verschiedene Zwecke benutzt worden ist. Jedenfalls gehört es indie nächste Umgebung Isidors, wie sich schon aus der Erwähnung Leanders 13,1 f. ergibt, und da wir oben sahen, daß sich der Umkreis von Isidors Kenntnis

') 16, 3 steht nach Hagen (Keil, Ind. schol. Hai. aest. 1872 p. VI) im Einsidl. 32s. XXI.