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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Isidor von Sevilla. ß7

Zur Geschichte der Etymologiae gehört einiges spätere, nämlich:1. Ars grammatica. Aus den Etymologiae schied man frühzeitig nichtnur den Anfang, sondern auch alle übrigen Stellen aus, die sich auf Gramma-tik und Bhetorik bezogen. Sie wurden vereinigt zu dem Werke, das mehr-fach in alten Katalogen genannt wird, nämlich s. IX in Lorsch (B. 37,417 = 38, 73), s. X in Regensburg (B. 42, 467) s. XI in Toul (B. 68, 229)und 1247 in Glastonbury (Joh. Glaston. chron. ed. Hearne II, 440). So dieAufschrift im Bern. 207 s. IX X f. 168 a Incipit ars sancti Isidori episcopide grammatica, cf. Hagen, Anecd. Helv. XXX f. Aus einer solchen Sammlungist wohj alles genommen, was die späteren Grammatiker als aus Isidorgeschöpft bezeichnen, wie in dem Traktat im Amplon. F 10 s. VIII( IX?)f. 122b123b und 4669a und 121a122a und 123b124b (s. R. Hanow,De Eugenio Toletano, Jen. 1891, S. 4557); wie in der Ars anon. Bern. 123(aber nicht auf die Etymologiae geht zurück Hagen, Anecd. Helv. 82, 2.86, 27. 140, 24) und in der Ars des Clemens Scottus im Bern. 123f. la31b, wo aber f. 7a. 9b. 10a. 12ab und 15a ebenfalls Anführungen ausIsidor stehen, die sich nicht in den Etymologiae finden, s. Hagen CCLVf.Ferner sind zu erwähnen ein Abschnitt De pedibus (aus Et. 1, 16) imMonac. 6411 s.X f. 2023 und daselbst f. 2341 und 4556 Isidori arsde arte (= Et. 1) und der Liber interrogatorius de differentiis rerum etetymologiis im Monac. 6382 s. XI f. 2341. 2. Mehrmals wird in altenKatalogen auch eine Orthographia Isidori genannt, nämlich unter denfür Otto III in Piacenza aufbewahrten Büchern (sie kamen nach Bamberg,s. Rose, Hermes 8, 46) (B. 43, 8) und s. XI in Fleury (B. 62, 14). Das kannnicht nur Et. 1, 26 gewesen sein; entweder war dieser Abschnitt bedeutenderweitert oder man bezeichnete ein anderes Buch damit. Allerdings stehtauch im Bern. 178 s. IX -X f. 88a89b ein Isidorus de orthographia, derEt. 1, 26 enthält. Daß auch Exzerptensammlungen aus den Etymologiaeangelegt wurden, beweisen mehrere Handschriften und die Aufschrift ausPrüfening s. XII (B. 95, 96) Libellus excerptus de libro etlnjmol. eiusdem.

3. Der Abschnitt De legibus aus Buch 5 wurde später in Nordfrankreichfür Unterrichtszwecke von einem Grammatiker (nicht von Rechtskundigem)dialogisiert, s. J. Tardif, Melanges Julien Havet (Paris 1895) 659681.

4. Als selbständiges Werk De medicina erscheint das vierte Buch imSangall. 752 s. XXI p.161178; vgl. auch Arevalo, Isidoriana 75, 4ff.(Migne 81, 514 B). 5. In Anlehnung an die Etymologiae steht im Valen-tian. 380 s. XV f. 176182 ein Gedicht Libellus ethimologiarum inHexametern mit einem Prolog in Prosa (Beginn: Latinorum sottertia philo-sophorum cum erudiende posteritati consuleret) und zwei Vorworten in jesieben Versen (Erste Etymologie: Älumen. Alumen antiquum nomen denomine dictum; letzte Lactuca).

Libri differentiarum. Die von Braulio an erster Stelle genanntenLibros differentiarum duos in quibus subtili discretione ea qitae confuse usuproferuntur sensu discrevit mögen hier im Anhange zu den Etymologiaegenannt werden, da sie sich im Inhalt 1 ) oft mit diesen berühren. Das

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') Oft hat Isidor diese Erklärungen I s. die Anmerkungen bei Arevalo z. B. zu 244.wörtlich in die Etymologiae aufgenommen, | 291. 352 ff. usw.

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