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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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64 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Erster Teil.

des Sueton; hierzu s. im allgemeinen Reifferscheid a. a. 0. S. 420. 476),Sibyllen, Zauberer und besonders über die heidnischen Götter handelt;hierfür werden Augustin und Servius*) reichlich ausgezogen. Im Eingangevon Buch 9 de unguis gentibus regnis militia civibus affmitatibus wirdvon den Sprachen gehandelt (griechisch: Koivrj, Attica, Dorica, Jonica,Aeolika. Lateinisch: Prisca, Latina, ßomana, Mista). Der Abschnitt degentibus 2 ) ist besonders aus Plinius, Solinus und Justinus 3 ) genommen,die nächsten Kapitel aus Augustin, Hieronymus und Sueton. Das zehnteBuch ist ein alphabetisches Glossar, das einige hundert Wörter nach Ab-stammung und Bedeutung behandelt. Der größte Teil der Lemmata sindAdjektiva, die übrigen Substantiva. Die Erklärungen sind zuweilen aus-führlich gehalten und fußen häufig auf Festus, Servius, Augustin, Hierony-mus und der Bibel; manche Worte sind hier allein erhalten. Dieses Buchtrennt das vorhergehende von den folgenden, die insofern mit Lib. IXzusammengehören, als die eigentlich sprachlichen Teile hiermit beginnen;freilich müßte man dann Buch 8 c. 6 ff. (de philosophis gentium, de poetis.de sibyllis. de magis. de paganis. de diis gentium) auch noch zu diesemTeile rechnen. Mit Buch 11 wendet sich Isidor zum Menschen, über dessenKörperteile und Altersstufen er besonders aus Lactanz und Servius be-richtet, während c. 3 über Ungeheuer aus Solin 4 ) und Plinius stammt. Denletzteren Quellen und Servius sind die Abschnitte von Buch 12 über Tiereentnommen, und die gleichen Autoren wie auch Augustin und Hieronymusund die zu de natura rerum gemachten Auszüge ergaben Buch 13 überdie Welt und ihre Teile. Die Quellen für Buch 14 über die Erde und ihreEinteilung sind Plinius 5 ) und Solin, Orosius 6 ) und Hegesippus; 7 ) dieselbenbleiben für den Anfang von Buch 15 über die Städte, für dessen spätereTeile besonders Servius und die Schriften der Agrimensoren hinzutreten.Plinius, Solin und Dioskorides werden im sechzehnten Buche über Steine,Erden und Metalle benutzt, für den Anhang de ponderibus und de mensurisdas Gedicht des sog. Remmius Favinus. Buch 17 über Land- und Garten-bau mit Aufzählung einer Menge Pflanzenarten stammt hauptsächlich ausColumella, Palladius, Vergil, Plinius, Solin, Dioskorides und Servius. Letztererwieder ist neben Festus und anderen benutzt in Buch 18 über Krieg undSpiele, zu dessen letzten Teilen Tertullian 8 ) besonders viel beisteuerte. Diebeiden letzten Bücher (19 über Schiffe, Gebäude und Kleider, 20 überSpeisen, Haus- und Ackergerät) scheinen aus vielen Quellen zusammen-gesetzt zu sein, aus denen für Buch 19 besonders Faventinus 9 ) ersichtlich ist.

') lieber die starke Benutzung von Ser- N. 57. Dressel a. a. 0. S. 39 ff.

vius s. Dressel a. a. 0. S. 53 ff. 6 ) Dressel a. a. 0. S. 38.

2 ) 9, 2, 104 GalU a candore corporis 7 ) Hegesippus ed. Weber von J. Caesarnuncupati sunt, ydXa enim Graece lac diel- (Marburg 1864) p. 394 f. Dressel a. a. 0.tur (!). S. 37.

3 ) Zur Benutzung Justins (wichtig be- 8 ) Ueber den Wert der Tertullianstellensonders 18, 1,1) s. Dre ssel a. a. 0. S. 35 f. ' hat zuerst B. Kubier (Hermes 25, 519526)

4 ) Zu Isidor und Solin vgl. Solinus ed. ' und dann M. Klussmann. Excerpta Ter-Mommsen p. 256 ff. Ueber die benutzte tullianea in Isidori Hisp. etymologiis (Ham-hs.Ueberlieferung Solins vgl.L. Sadee a. a. 0. | bürg 1892) unter Benutzung des Weissenburg.S. 24. 64 eingehend gehandelt.

5 ) Jan, Ztschr. f. Altertumswissensch. 7 9 ) Vgl. Dressel a. a. 0. S. 47 f.