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1 (1911) Von Justinian bis zur Mitte des zehnten Jahrhunderts : mit Index
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Isidor von Sevilla.

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Werk kannte. 1 ) Wichtig ist allerdings, daß Isidor aus den Werken derGenannten und aus anderen nicht wenig Anführungen allein überliefert,so daß seine Exzerpte hier den Wert einer Quelle annehmen. So findensich bei ihm von den elf bekannten Fragmenten des Cinna zwei alleinüberliefert (6, 12, 2 und 19, 4, 7); aber die Unsicherheit in seiner Quellen-benutzung ist doch so groß, daß er 19, 2, 9 und 19, 33, 3 als Autor Cinnastatt Catull anführt (vgl. Catull ed. L. Müller p. 87. 89). Für alle diese An-führungen aus der älteren Literatur ist der Vergilkommentar des Serviusdie Hauptquelle, die aber nirgends genannt wird. In zweiter Linie er-scheint Festus als Quelle, den Isidor aber auch nicht anführt. Die überausspärlichen Nachrichten über Grammatik verdankt Isidor dem Donatus, dieGeschichte der tironischen Noten in 1,22 geht auf Augustin, Hieronymus,einen unbekannten christlichen Autor und auf Sueton de notis zurück;doch ist letzterer nicht unmittelbar, sondern durch einen Auszug aus seinenkleineren Schriften benutzt, s. L.Traube. Arch. f. Stenographie 1901 S. 191 ff.;wohl auch aus Sueton ist 1,21 de notis sententiarum (eine Zusammenstellungder kritischen Zeichen) genommen. Der Abschnitt de orthographia stammtaus Terentius Scaurus und Velius Longus, de analogia aus Quintilianusund Sergius. Für die Rhetorik und Dialektik im zweiten Buche sind vor-wiegend Marius Victorinus, Boethius und Apuleius periherm. benutzt,daneben vielfältig Cassiodorius 2 ) (trotz Usener. Anecd. Holderi S. 65). Fürdie mathematischen Disziplinen in Buch 3 ist besonders Boethius die Haupt-quelle. Der Abschnitt liefert nach M. Cantor (Math. Beitr. z. Kulturleben 279und Vorlesungen 2 I, 774) neben den Etymologien zahlentheoretische Unter-scheidungen, aber keine Rechnungsausführungen; die Geometrie, Musikund Astronomie enthalten fast nur Definitionen. 3 ) Zur Astronomie c. 24 ff.dienen Hyginus und die Scholien zu Germanici Aratea als Hauptquelle,zugleich die für das frühere Werk de natura rerum gemachten Auszüge 4 )und Plinius (besonders für c. 71). Zu den kurzen Auszügen über Medizinin Buch 4 ist namentlich Caelius Aurelianus herangezogen, 4, 10, 3 wirdauch auf die Dynamidia aufmerksam gemacht. In Buch 5 benutzte Isidorzu de legibus eine juristische Schrift 5 ) und zu de temporibus die Auszügefür das frühere Werk de natura rerum und seine Chronik. Für das 6. Buchde libris et officiis ecclesiasticis lieferten ihm Hieronymus und Augustin

(den Hauptstoff, 6 ) daneben Lactantius und Plinius. Zu diesen christlichenQuellen treten in Buch 7 und 8 (de deo, angelis et fidelium ordinibus und

i de ecclesia et sectis diversis) Gregor d. Gr. und Tertullian. Doch hat dasachte Buch noch eine zweite Abteilung, die über Dichter (aus den Prata

*) Ueber Varro s. H. Kettner, Varro-nische Studien, Halle 1875.

a ) Vgl. auch Dressel a. a. 0. p. 6 undbesonders Halm, Ehet. lat. min. p. 508.510 f.

I 3 ) In 10,43 wird über den veraltetenGebrauch von Rechensteinchen gehandelt.

4 ) Vgl. hierzu G. Beckers Ausgabep. XXIII und abweichend H. Dressel a. a. O.S. 9. A. Seh enk, De Isid. Hisp. de nat. rer.

libelli fontibus p. 719. Ueber die BenutzungHygins vgl. Dressel S. 50.

5 ) Sie war nach Kubier (Hermes 25,518 f.) wahrscheinlich in Spanien nach Ab-fassung des Cod. Theodosianus geschrieben.Sehr viel stammt auch aus den christlichenAutoren.

6 ) Aus Gellius noct. Att. 7,17,1 f. stammt6,3,3.