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Die Religion der Semiten
Seite
XII
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XII Vorwort des Verfassers zur ersten Ausgabe.

samkeit ist es ein durchaus unzuverlässiger Führer und Übertrifft nicht ein-mal ein so altes Werk wie Seiden, De diis Syris. 1629.

Bei der Analyse des Ursprungs der rituellen Institutionen hatte ich oftAnlass, Analogien in den Bräuchen alter Völker heranzuziehen, die nicht demKreise der Semiten angehören. Dafür hatte ich die unschätzbare Hilfe meinesFreundes J. G. F r a z e r, der mir seine unveröffentlichten Sammlungen überAberglauben und religiöse Bräuche primitiver Völker in allen Gebieten derErde zugänglich machte. Ich habe mich bisweilen im Verlaufe der Darstellungnamentlich auf ihn bezogen. Diese Hinweisungen aber vermögen nur unvoll-kommen zum Ausdruck zu bringen, wie vieles ich seiner Kenntnis und ge-nauen Bekanntschaft mit primitiven Bräuchen und primitiver Anschauungverdanke. In diesem Zusammenhange möchte ich auch auf den Wert hin-weisen, den die vergleichenden Forschungen von Dr. Wilken in Leydenfür das Studium des semitischen Rituals und semitischer Bräuche haben;ich erwähne dieses Werk hier, weil ein deutsches Werk in England leichtübersehen wird.

Christ's College, Cambridge, 1. October 1889.

W. Robertson Smith.