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Die Religion der Semiten
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Vorbemerkungen des Uebevsetzers. y

Den Zauber des Persönlichen freilich, der jeder grossen originalen Schöpfungeigen ist, vermag auch die beste Nachbildung nicht völlig zu erreichen.

In einigen Punkten unterscheidet sich indes die vorliegende Uebersetzungvon der äusseren Gestalt und Anlage des Originals. Das englische Werkträgt bisweilen noch den Charakter der Vorlesungen, aus denen es hervor-gegangen ist. Mehrfach wendet sich die Ausführung unmittelbar an denHörer oder nimmt auf gegebene Situationen Bezug. Solche Beziehungen, dievielleicht als störend empfunden würden, sind in der Uebersetzung vermiedenworden; ihr sachlicher Inhalt aber ist beibehalten, indem er der histo-rischen Darstellung auch in der Form angepasst wurde. Seltener ist einSatz, der fast nur für die Gegenwart des Redners oder für englische Ver-hältnisse von Interesse war, ganz gestrichen worden.

Wesentlicher ist eine andere Umgestaltung in der Anlage des Ganzen.AlsAdditional Notes" hat Rob. Smith dem Werke zwölf Einzelunter-suchungen angehängt (S. 441492), die solche Punkte eingehender er-örtern, die in einer Vorlesung nur angedeutet werden konnten. Auch in ihremCharakter unterscheiden sich diese Beigaben von dem Texte des Werkes in-sofern, als sie vorwiegend auf das Detail eingehende kritische Untersuchungensind, während die Vorlesungen wesentlich eine historische, wenn auch stetigbegründende Darstellung bieten. Diese wertvollen Beilagen in dem englischenWerke habe ich bis auf eine der Gesamtdarstellung einzugliedern gesucht.Gewöhnlich sind sie an der Stelle, wo Rob. Smith in den .,Vorlesungen"selbst auf die betreffende Beilage verweist, eingefügt worden. Das war indesohne leise Umgestaltungen des Textes nicht durchführbar, wenn der Zu-sammenhang der Darstellung nicht durch die Einschiebung zerrissen werdensollte. Ich habe deshalb die entstehenden Fugen zu verdecken gesucht, in-dem die eingefügte Note selbst an den Text angeschlossen und am Schlüssederselben der frühere Zusammenhang wieder aufgenommen wurde. Ueberdiesmussten diese eingefügten Beigaben selbst dem Gesamtcharakter der Dar-stellung etwas angepasst werden. Um das zu erreichen, habe ich die wissen-schaftliche Begründung durch Citate, textkritische Erörterungen u. dergl. ausdem Texte der Beilage entfernt und in die Anmerkungen verwiesen. Dadurchist der einheitliche Charakter einigermassen gewahrt, wiewohl ich deutlichempfinde, dass diese Bearbeitung der Beilagen im Einzelnen noch vollständigerhätte durchgeführt werden können.

Nur eine derAdditional Notes", die eine selbständig neben dem Werkestehende Abhandlung bildet und als solche dem Ganzen nicht einzugliedernwar, ist um ihrer Bedeutung willen in dieser selbständigen Stellung belassen.Sie ist der vorliegenden Uebersetzung als Anhang beigefügt; als solcher bildetsie gewiss einen der wertvollsten Bestandteile des Buches.

Abgesehen von diesen technischen Umgestaltungen habe ich die Auf-fassung und Darstellung von Robertson Smith nicht berührt. Bei dereigenartigen, in sich fest geschlossenen Gedankenführung des Verfassers würdedas nur als eine Zerstörung seiner Schöpfung erscheinen, wie es auch demZwecke der Uebersetzung widersprechen würde, die vor allem Rob. Smithselbst zur Geltung bringen und sein Werk weiteren Kreisen zugänglich machensoll. An einer einzigen Stelle nur habe ich auf Grund der Briefe von Teilel-Amarna eine sachliche Aenderung im Texte vorgenommen; die von R o b.