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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
Entstehung
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Anhang.

Neueste Untersuchungen und Anwendungen.

Die neue Schule macht so reissende Fortschritte, dass ich,bevor dieser Band beendet, gleich wieder einen neuen hätte anfangenkönnen. Für jetzt begnüge ich mich damit, wenigstens die origi-nellsten Beobachtungen in diesem Anhang kurz zu berühren undzusammen zu stellen. Die Unmöglichkeit, in einem Werke diewissenschaftliche Bewegung von wenigen Monaten vollständig zurDarstellung zu bringen, mag als Beweis für die kürzlich noch ge-leugnete Lebensfähigkeit dieser Wissenschaft genügen.

1. Anomalien des Schädels und des Skeletts.Staderini 1 ) giebt uns eine Studie über drei Skelette und dreiSchädel typischer Verbrecher.

Die 1. Untersuchung ist bemerkenswert durch die numerischeVermehrung der Lendenwirbel, anormale Zahnbildung, Plagiocephaliein Verbindung mit Gesichtsasymmetrie und Spuren eines doppeltenbilatralen Schneidezahns.

Die 2. Untersuchung durch grosse Sklerosis und vermindertenSchädelgehalt, durch nur einmaliges Vorhandensein des Interparie-tale durch die beiden tiefen Praecondilargruben, durch die in ihremersten Verlauf einen kräftigen Knochenkamm bildende Schläfenlinie.

Die 3. Untersuchung ist deshalb bemerkenswert, weil nichtnur das Sakrum aus sechs Stücken besteht und die Sinus frontalessehr weit sind, sondern auch wegen des ganz aussergewöhnlichenVorspringens des Unterkiefers und zwei stark ausgesprochener lemu-rinen Apophysen.

a ) Sopra tre scheletri cli delinqucnti. Archivio di psichiatria, 1892.

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