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Neue Fortschritte in den Verbrecherstudien
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nicht immer annehmbar erscheint; ohne Zweifel sind die Über-treibungen des Wahren der Kunst nicht förderlich, -weil "waswir selber anerkennen müssen die Wahrheit nicht immer schönist. wie es ja auch sehr schöne Frauen giebt, die pervers sind,während Hässliche Engel an Güte sein können.

Wenn wir diesen Widerspruch begreifen wollen, ohne unsvon der Natur zu entfernen, so müssen wir uns daran erinnern,dass das Auge die Bilder der Dinge auch nicht so sieht, wie siesind, wie sie auf Photographien erscheinen, sondern unter den nach-einander auftauchenden Bildern eine rascbe Auslese trifft, dass eseben sieht, was es sehen will.

Bertillion schreibt in seiner Fotografia giudiziaria:Man hält es jetzt allgemein für einen Irrtum, wenn gewisseMaler, um der Wahrheit näher zu kommen, die sonderbaren Be-wegungen, wie sie uns von den Augenblickphotographien enthülltwerden, in ihre malerischen Kompositionen zu übertragen suchen.Wir können uns lange einreden und fast davon überzeugt sein, dassdiese excentrischen Bewegungen, die wir in solchen Gemälden vorAugen haben, aufs genaueste der Natur nachgebildet sind, so kannsich unser Intellekt doch nicht damit zurechtfinden und trotz allerAnstrengung den für uns bis dahin charakteristischen Typus dessich bewegenden Pferdes nicht wiedererkennen."