Vorwort.
Bei den reissenden Fortschritten, welche die anthropologisch-kriminalistische Schule in Europa und besonders in Italien macht,wird es immer schwerer, über alle neuen Entdeckungen stets aufdem Laufenden zu bleiben; denn einerseits verdoppeln Sergi, Min-gazzini, Ferri, Garofalo. Marro, Kurella, Ellis, Sighele, Adrü, Ron-coroni, Gurrieri. Pellacani, Frigerio, Tarnowsky [mit unserer Wissen-schaft], Ottolenghi, Carrara, Zerboglio, Penta ihre Kräfte, undandererseits beschäftigen sich gewisse ausländische Revuen, die unszwar sehr oft untreu und noch Öfter im Grunde gegnerisch gesinntsind, wenn sie auch — nicht immer in der besten Absicht — ihrenNamen borgen. — Die einzige Revue, die zusammen mit derScuola positiva di diritto ein einigermassen getreues Bild der Be-wegung giebt. das Arcliivio di psichiatria, scienze pendle ed antro-pologia criminelle, wird durch die Mannigfaltigkeit der von ihr be-handelten Stoffe, wie Psychiatrie, Hypnotismus, Recht, Pellagro-logie u. s. w beengt und vermag auch nur zum kleinen Teil denFortschritten zu folgen; sie strebt nach einem Ziele, das stets vorihr entweicht.
Dem habe ich nach und nach durch einige Veröffentlichungen r )
*) L'anthropologie criminelle et ses rezentes progres, I. Bd. in-iS derBibliotheque de la philosophie contemporaine, 2. Aufl. — Paris, Alcan, 1890.
Nouvelles recherch.es de Psychiatric et d'anthropologie criminelle, I. Bd. in-18der Bibliotheque de philosophie contemporaine. — Paris, Alcan, 1891.
Les applications de l'anthropologie criminelle. — Paris, Alcan, 1890.-
The criminal man von H. Ellis, 1889.
Der Verbrecher (übersetzt von Fränkel). — Hamburg, 1888.
Der politische Verbrecher (übersetzt von Kurella), 1891.